Nachruf auf Klaus Berger
: Trauer um einen vielfältig engagierten Menschen

Die Menschen im Zeller Bergland trauern um Klaus Peter Berger aus dem Ortsteil Adelsberg, der am 6. September nach kurzer, schwerer Erkrankung verstarb.
Von
Wolfgang Grether
Zell Im Wiesental
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Klaus Berger

Wolfgang Grether

Im Familienkreis von drei Schwestern und fünf Brüdern wuchs er, von seinen Eltern behütet, auf. Schon in der Jugend engagierte er sich als Mitglied der Jugendgruppe seines Heimatdorfes im Gemeinwesen. Als Spieler stand er für den FC Zell auf dem Fußballplatz und blieb dem Verein auch später als Besucher treu. Die Sportschützen aus Adelsberg verlieren mit Klaus Berger ihren Kassierer. Die Mitglieder der Schänzli-Vogtei denken in Wehmut an ihren ehemaligen Vogt zurück.

Engagement als Familientradition

Sein Engagement als Sänger beim Gesangverein Gresgen war Teil der Familientradition. Schon sein Vater gehörte dem Verein an, in dem Klaus Berger das Vorstandsamt seit 2019 innehatte.

Seine Frau Heidi zeigte sich bis zu ihrem Tode im Jahr 2022 als treue Begleiterin und Helferin bei allen öffentlichen Anlässen. Familie, Verein, Dorf- und Stadtgemeinschaft gehörten für beide zusammen.

Verantwortung in der Kommunalpolitik

Gerne übernahm Klaus Berger Verantwortung als Kommunalpolitiker. Den Ortschaftsrat seines Dorfes Adelsberg prägte er ab dem Jahr 2004. Von diesem Zeitpunkt bis 2019 übernahm er das Amt des Ortsvorstehers. Vor einem Jahr erhielt er die Ehrennadel des Gemeindetages.

Als Teil der SPD-Fraktion im Gemeinderat der Stadt Zell wirkte Klaus Berger von 2009 bis 2019 in der Stadtpolitik mit. Sozial – für ihn nicht nur ein Wort, sondern Teil des eigenen Wesens. Dazu gab er durch die Mitgliedschaft bei der SPD ein klares Bekenntnis.

Gewerkschafter und Betriebsrat

Als aktiver Gewerkschafter und langjähriges Betriebsratsmitglied konnten sich Arbeitskolleginnen und -kollegen immer auf ihn verlassen. In der Tarifkommission der Industriegewerkschaft Metall vertrat er Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Weichenstellung von Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

Aus dem erlernten Beruf des Schlossers entwickelte sich die Tätigkeit als Schmelzer bei der Firma Mahle, vormals Pleuco, die er bis zu seinem Renteneintritt ausübte. Auch im Ruhestand hielt er die Verbindung zu den ehemaligen Kollegen und organisierte für sie über die Gewerkschaft Ausflüge.

Christlich – auch das war für den ehemaligen Kirchengemeinderat Berger wichtig.

Mit seinem Abschied aus dem Leben hinterlässt er drei Kinder mit Partnern und fünf Enkel.