Kleines Wiesental
: Energieverbrauch mit Luft nach unten

Steigerungen der regenerativ erzeugten Energie, aber auch Steigerung der Verbräuche in kommunalen Gebäuden kennzeichnen den Bericht des Energiemanagers.
Von
Gerald Nill
Kleines Wiesental
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Der Energiebericht im Kleinen Wiesental fällt insgesamt positiv aus, was nicht zuletzt an den Kommunalen Gebäuden mit PV-Anlagen liegt, hier die Schule in Tegernau.

Gerald Nill

Die Gemeinderäte in Tegernau hörten aufmerksam zu, als Energiemanager Michael Degen die Zahlen fürs abgelaufene Jahr mitteilte. Er sprach von einer „gewissen Steigerung beim Verbrauch von Wärme, Strom und Wasser“ in den Kindergärten und Schulen, Feuerwehr und ehemaligen Rathäusern.

Zusätzliche Gebäude

Dass der Wärmeverbrauch um knapp neun Prozent, Strom um knapp drei Prozent und der Wasserverbrauch um über zwölf Prozent zugenommen hat, hat unter anderem den einfachen Grund, dass mit dem neuen Dorfgemeinschaftshaus in Wieslet ein zusätzliches kommunales Gebäude hinzugekommen ist. Aber auch „bereinigt“ haben die Verbräuche unter dem Strich leicht zugelegt, beim Wasser sogar deutlich. Ob das noch auf den Corona-Effekt zurückzuführen sei, also mit Minderverbräuchen 2020/2021, fragte Sallnecks Ortsvorsteher Dirk Achilles dazwischen. Nur bedingt. Die Zahlen steigen auch im Vergleich zum Vorjahr.

Schule mit hohem Verbrauch

Michael Degen legte den Finger in die Wunde. „Es gibt Handlungsbedarf“, sagte er und packte sich die extremen Ausreißer heraus. „Die Schule Wieslet ist auffällig“, sagte der Energiemanager. Mit über 100 000 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei der Wärme liegt die Schule „über dem Grenzwert“. Er regte an, das Nutzerverhalten zu überprüfen. „Die Zahlen sollten „nicht einfach in der Schublade verschwinden.“ Man müsse auch die baulichen Schwachstellen unter die Lupe nehmen, also zum Beispiel den Fensterandruck kontrollieren. Beim Strom lief im letzten Jahr das alte Rathaus in Tegernau aus dem Ruder: plus 154 Prozent, was durch die zusätzliche Belegung mit Flüchtlingen zu erklären ist.

Beim Wassermehrverbrauch fiel das Feuerwehrhaus in Wieslet auf. Degen fragte: „Wo kommt der her?“ Wichtig sei, den Ausschlägen nachzugehen; im Alten Rathaus Tegernau etwa hab er einen defekten Spülkasten ausfindig machen können.

Erfreulich war für ihn der weitere Ausbau mit Photovoltaik auf Dächern kommunaler Gebäude, zuletzt in Wieslet. Durch die Solarpanels konnten 62 bis 75 Prozent des benötigten Stroms vor Ort umweltfreundlich produziert werden. Dieser Wert lasse sich noch steigern durch zusätzliche Akkus. Die Anschaffung weiterer Stromspeicher ist zum Beispiel in der Schule Tegernau geplant.

Degen erhielt für seinen Bericht und sein Engagement Applaus der Gemeinderäte. Dann kamen die Fragen und Anregungen. So empfahl Marc Albiez den Einbau von Wasserstopp-Tasten in den WC-Anlagen der kommunalen Altbauten. Matthias Leisinger wünschte sich eine Prioritätenliste der energetischen Maßnahmen.