Kita-Gebühren steigen
: Todtnauer Eltern müssen mehr für Kinderbetreuung zahlen

Ein Krippenplatz für 524 Euro, halbtags für 154 Euro – der Gemeinderat hat entschieden: Auch in Todtnau wird die Kinderbetreuung teurer.
Von
Verena Wehrle
Todtnau
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Kindergarten: ARCHIV - 17.04.2020, Berlin: Kinderhände und ein Regenbogen sind an einer Kita zu sehen. (zu dpa: «Einigung im Ausschuss: Drittes Kita-Jahr soll kostenlos sein») Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eltern müssen für die Kinderbetreuung auch in Todtnau bald mehr in die Tasche greifen - um 4,5 Prozent steigen die Beiträge.

Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
  • Todtnau erhöht Kita-Gebühren um 4,5 Prozent – der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.
  • Ein Halbtagsplatz kostet künftig 154 Euro, verlängerte Zeiten 205 Euro.
  • U-3-Betreuung: Beitrag steigt von 501 auf 524 Euro pro Monat für ein Kind.
  • Die Eltern zahlen nur 13 Prozent der tatsächlichen Kosten der Betreuung.
  • Kindergärten sind nahezu voll belegt; teils Wartezeiten bis September 2027 möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die gemeinsamen Empfehlungen der Kirchen und der Kommunalen Landesverbände sehen eine Erhöhung der Kindergartenbeiträge zum 1. September um 4,5 Prozent vor. Der Gemeinderat Todtnau stimmte der Erhöhung um genau diesen Prozentsatz einstimmig zu. Was bedeutet das für die Eltern?

Diese müssen künftig für einen Halbtagesplatz 154 Euro statt bisher 147 Euro zahlen – für ein Kind. Die verlängerten Öffnungszeiten schlagen mit 205 Euro zu Buche, statt bisher 196 Euro. Ein doppelter Beitragssatz besteht für das Angebot der U-3-Betreuung, das bedeutet konkret: Mussten die Eltern hier bisher 501 Euro im Monat für ein Kind bezahlen, kostet der Beitrag ab 1. September 524 Euro.

Und dennoch wurde in der Sitzung des Todtnauer Gemeinderats deutlich gemacht: Der Elternanteil deckt lediglich 13 Prozent der Kosten.

Kindergärten sind ausgelastet

In der Sitzung wurde auch der Kindergartenbedarfsplan vorgestellt und wieder einmal mehr deutlich: Die Kindergärten sind ausgelastet. Die Lage sei weiterhin angespannt, von den vorhandenen 172 Plätzen seien 167 für das kommende Kindergartenjahr bereits belegt. Es zeichne sich schon jetzt ab, dass in Einzelfällen ab Mai 2027 nicht jedem Kind fristgerecht ein angemeldeter Kindergartenplatz zur Verfügung gestellt oder der Wunschkindergarten zugeteilt werden. Diese Kinder müssten dann  bis zum neuen Kindergartenjahr ab September 2027 auf einen Platz warten oder sich für einen Alternativkindergarten entscheiden.

Auch im laufenden Kindergartenjahr 2025/2026 hatte diese Problematik bereits bestanden. Dass die Gesamtversorgung doch noch geklappt hat, habe daran gelegen, dass im laufenden Kindergartenjahr sieben Todtnauer Kindergartenkinder eine auswärtige Einrichtung im Umland besucht hatten.

Auch die U3-Versorgung sei voll: Die Krippe in Schlechtnau sei mit zehn Plätzen ausgelastet. Mittlerweile würden aber insgesamt rund 16 Todtnauer Kinder unter drei Jahren bei insgesamt drei Tagesmüttern betreut.

Ein positiver Aspekt sei die Personalsituation, denn es gebe keine offenen Stellen.