Kapelle „Maria Frieden“ in Zell
: Damit Frieden bleibt im ganzen Tal

Anlässlich des 80. Jahrestages der Einweihung der Kapelle „Maria Frieden“ lädt die Seniorenakademie Hochrhein zu einer Fotoausstellung ein.
Von
red/pm
Zell im Wiesental
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Oberhalb von Mambach thront seit 80 Jahren die Kapelle Maria Frieden auf einer Gletschermoräne.

Oberhalb von Mambach thront seit 80 Jahren die Kapelle Maria Frieden auf einer Gletschermoräne.

MT-Archiv
  • Fotoausstellung würdigt 80 Jahre Kapelle „Maria Frieden“ in Zell im Wiesental.
  • Vernissage am Dienstag, 29. September, ab 18 Uhr in der Sparkasse Wiesental.
  • Ausstellung läuft vom 30. September bis 23. Oktober – Musik: Trio Variatio.
  • Kapelle thront seit 80 Jahren über Mambach, gebaut als Mahnmal für Frieden.
  • Bau trugen Menschen aus dem Tal; innen zeigt ein Bild Maria auf einem Regenbogen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf einer Moräne des Feldberggletschers, der sich vor rund 20 000 Jahren bis zum heutigen Ort Mambach geschoben hatte, thront die Kapelle Maria Frieden, gut sichtbar von der durchs Wiesental führenden Bundesstraße 317. Vor 80 Jahren, am 14. Juli 1946, wurde die Kapelle eingeweiht.

Nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle als Mahnmal für den Frieden errichtet. Zur Einweihung, umrahmt von der Feuerwehrmusik Mambacn, waren damals mehr als 2000 Menschen gekommen. Der runde Geburtstag der Kapelle wurde bereits im Sommer von der katholischen Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck mit einem Festgottesdienst gefeiert.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Einweihung der Kapelle „Maria Frieden“, entstand eine fotografische Dokumentation, die die historische und gesellschaftliche Bedeutung dieses Ortes sichtbar macht.

Vernissage am 29. September

Die Fotoausstellung ist ab Mittwoch, 30. September, in der Geschäftsstelle der Sparkasse Wiesental in Zell zu sehen. Die Seniorenakademie Hochrhein-Wiesental lädt zur Vernissage am Dienstag, 29. September, ab 18 Uhr ein. Musikalisch bereichert wird der Abend durch das Trio Variatio.

Die Ausstellung verbindet Fotografie als historisches Zeugnis und Mahnmal für Frieden, Versöhnung und gemeinschaftliches Erinnern, heißt es in einer Pressemitteilung der Seniorenakademie Hochrhein‑Wiesental. Die Ausstellung macht sichtbar, wie eng lokale Geschichte, kollektive Erinnerung und geschichtliche Identität miteinander verbunden sind. Durch die fotografische Darstellung soll ein neuer Zugang für unterschiedliche Generationen geschaffen werden. Sie lädt die Besucher dazu ein, sich mit Fragen von Erinnerung, Verantwortung, Krieg, Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinanderzusetzen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Entstehung der Kapelle

Der Grundstein für die Dankkapelle wurde vom damaligen Pfarrer Eugen Thoma aus Atzenbach sowie dem Freiburger Künstler Hans Franke gelegt. Der Bau wurde nicht nur  sprichwörtlich getragen von den Menschen aus dem Tal. Kriegsheimkehrer, Jugendliche und Kinder hätten damals die Steine auf die Anhöhe oberhalb von Mambach getragen. Das Holz für den Bau wurde von Schreinerlehrlingen den Berg hinauf geschafft, wusste Peter Kiefer, Vorsitzender der Seniorenakademie Hochrhein-Wiesental, bei der Gedenkfeier im Juli zu berichten.

Im Inneren der Kapelle ist ein Bild des Künstlers Eugen Thoma zu sehen. Das Bild über dem Altar  zeigt Maria auf einem schützenden Regenbogen und das Jesuskind erhebt den Zeigefinger, mahnend für den Frieden.

Das Projekt „Fotoausstellung 80 Jahre Kapelle Maria Frieden“ ist Teil des Förderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken“. Die Ausstellung findet in der Zeit vom 30. September bis 23. Oktober statt.