Friedberg in Fröhnd eingeweiht
: Ein ganz besonderer Ort für Bestattungen

Mit einer großen ökumenischen Feier wurde am Sonntag der Friedberg auf dem mutigen Bühl in Fröhnd unter Mitwirkung aller örtlichen Vereine festlich eingeweiht.
Von
Hartmut Schwäbl
Fröhnd
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Pfarrer Steffen Mahler, Pastoralreferent Kastian Burstner, Diakonin Claudia Krüger und Bürgermeister Michael Engesser weihen den Friedberg in Fröhnd ein.

Pfarrer Steffen Mahler, Pastoralreferent Kastian Burstner, Diakonin Claudia Krüger und Bürgermeister Michael Engesser weihen den Friedberg in Fröhnd ein.

Hartmut Schwäbl
  • In Fröhnd wurde der Friedberg auf dem mutigen Bühl mit einer ökumenischen Feier eingeweiht.
  • Pfarrer Steffen Mahler spendete die Weihe – beteiligt waren auch Kassian Burster und Claudia Krüger.
  • Bürgermeister Michael Engesser betonte die Bedeutung des Ortes; der Weg symbolisiere das Leben.
  • Erste Bestattung soll bereits in der kommenden Woche stattfinden.
  • Edelstahlröhren mit Bronzegussplatten dienen als Grabstellen, Mindestliegezeit beträgt 15 Jahre.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Den Gottesdienst hielten Pastoralreferent Kassian Burster von der katholischen Kirche sowie Diakonin Claudia Krüger und Pfarrer Steffen Mahler von der evangelischen Kirche. Pfarrer Mahler spendete die Weihe. Musikalisch umrahmt wurde die Feier bei fast spätsommerlichem Wetter von den Klängen der Trachtenkapelle Fröhnd.

Bürgermeister Michael Engesser unterstrich in seiner Ansprache die Wirkung dieses besonderen Ortes. Er verglich den Weg an diesem Kreuz mit dem Leben selbst, das oftmals anspruchsvoll und fast nie geradlinig sei. Oben angelangt, reduziere sich dann alles auf das wirklich Wesentliche. Umrahmt von einer großartigen Schwarzwaldkulisse spüre man hier die Kraft, welche uns zu Lebzeiten geschenkt werde. Dies stärke die Erinnerung an unsere Verstorbenen, welche ganz zum Schluss übrigbleibe. Fünfeinhalb Jahre habe es gedauert, alle Hürden, die dem Vorhaben in den Weg gelegt worden seien, zu überwinden. „Den Lohn der Beharrlichkeit dürfen wir heute in vollen Zügen genießen. „Wir haben mit unserem Friedberg einen Ort geschaffen, welcher zukünftig zum Verweilen einlädt.“

Bald die erste Bestattung

Diakonin Claudia Krüger stellte den Bezug zum Eröffnungsstück der Trachtenkapelle „Mountainwind“ her. Es sei ein Segen, dass uns dieser Wind wie ein leises wohlwollendes Säuseln begleite. Sie verglich den Weg zum Kreuz auf dem Berg mit einer kleinen Wallfahrt. Bereits in der kommenden Woche werde es dort die erste Bestattung geben. Dieses Gemeinschaftswerk von vielen sei etwas, das nachgefragt würde und seinen Zweck erfüllen werde.

Unter einer Bronzegussplatte werden auf dem Friedberg die Verstorbenen bestattet.

Unter einer Bronzegussplatte werden auf dem Friedberg die Verstorbenen bestattet.

Hartmut Schwäbl

Edelstahlröhren, bedeckt mit einer Bronzegussplatte, in die später der Name der Verstorbenen, Geburts- und Todesdatum eingraviert werden, sind verstreut über den Berg in den Boden eingelassen. Nach der Urnenbestattung werden sie bei einer Mindestliegezeit von 15 Jahren fest verschlossen. Dass der Friedberg als besonderer Bestattungsort ein wichtiges Bedürfnis in der Bevölkerung abdeckt, zeigt Folgendes: Bürgermeister Michael Engesser erhält bereits jetzt am Tag bis zu mehrere Anfragen.

Dem Himmel ein Stück näher

Tod, Trauer und die Hoffnung auf Auferstehung verbänden uns über alle Konfessionsgrenzen hinweg, sagte Krüger. Hier oben sei man dem Himmel wirklich ein Stück näher. Sie dankte allen, die diesen schönen Ort mit viel Herzblut, Engagement und Energie fertiggestellt hätten, an dem sich nun die Schönheit der Natur mit Trost verbinden würden. Der evangelische Priester Steffen Mahler erinnerte daran, dass schon der Messias selbst auf Berge gestiegen sei, um klare Gedanken zu fassen. Sein katholischer Amtskollege zeigte sich erfreut über die Flieger des Gleitschirmclubs Wiesental, die in den Lüften herrlich kreisend die Feier begleiteten. Sie würden von oben darstellen, was das Leben von der Geburt bis zum Tod sei. Im Anschluss an den Segen lud Engesser zu einer kleinen Feier ein.