Forst im Aufwind: Kaum noch Schadholz im Zeller Wald

Beim Schadholz im Zeller Wald gab es 2025 den niedrigsten Wert seit langem. (Symbolbild).
Shireen Broszies/dpaIn der jüngsten Sitzung des Zeller Gemeinderats stellten Christian Suchomel als Leiter des Forstbezirks Todtnau sowie Daniel Holzer als Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Todtnau den Wirtschaftsplan des Zeller Walds vor.
Gute Nachrichten für den Stadtwald
Zunächst einmal überbrachte Suchomel gute Nachrichten in seinem Rückblick auf 2025. „Es gibt nicht mehr so viel Schadholz. Mit Blick auf die „Katastrophenjahre“ 2018 bis 2020 sei es für den Stadtwald erfreulich, dass mit 850 Festmeter und sieben Prozent des Einschlags 2025 nun der niedrigste Wert an Schadholz vorliege.
Zu Engpässen komme es allerdings beim Personal, hier seien aktuell nur zwei Waldarbeiter eingesetzt.
„Normaljahr“ im Holzmarkt
Aber auch beim Holzmarkt ging es bergauf, hier sei man erstmals seit langem wieder bei einem „Normaljahr“ angelangt, so Suchomel. Er bilanzierte 164 Holzverkäufe an 22 gewerbliche und 45 private Kunden. 114 415 Festmeter Holz habe man für die Stadt Zell vermarkten können und damit rund 923 900 Euro erzielt. Rund 878 000 Euro habe man dadurch an die Stadt ausbezahlen können.
Laut Prognose schließe das Jahr 2025 mit einem Ergebnis von 118 000 Euro ab, weitere 140 000 Euro Einnahmen aus 2025 würden in diesem Jahr noch abgerechnet. Der Plan lag bei 63 580 Euro.
Für das Jahr 2026 sei ein Einschlag von 13 050 Festmetern geplant, so die Forstexperten. 27 Hektar Jungebestandspflege seien vorgesehen, 1000 Bäume sollen gepflanzt werden. Mit Einnahmen von 986 460 und Ausgaben von 921 460 ist ein Überschuss von 65 000 Euro geplant. Suchomel machte dem Gremium aber deutlich, dass es sich um eine „sehr defensive“ Planung handle. „Wenn sich die Holzpreise so durchziehen sollten, sollten wir deutlich besser da stehen“, betonte er.
Klimastabiler Wald
Weiterhin sei es Aufgabe, den Wald klimastabil umzubauen, dabei sei man in Zell auf einem guten Weg. Jedoch sei Zell in Sachen Holzernte nicht ganz so einfach aufgrund der vielen Steilhänge. Die höheren Aufwände in der Ernte schwächten die Erträge.
