Fasnacht in Todtnau
: Nachtumzug zum 100-Jährigen

Die Dahlauer aus Aftersteg sind das älteste Narrennest in der Todtnauer Narrenzunft. Ihr Jubiläum haben sie mit einem Nachtumzug gefeiert.
Von
Christoph Schennen
Todtnau
Jetzt in der App anhören

Impressionen vom Nachtumzug Todtnau-Aftersteg

Christoph Schennen

Zahlreiche Fasnachtscliquen haben sich am Samstag am Nachtumzug der Dahlauer Fidlebruck beteiligt. Er fand anlässlich des 100-jährigen Bestehens der ältesten Narrenclique der Todtnauer Narrenzunft statt. Hoch oben auf der Hasbachstraße gab Charly Wissler von der Ranzengarde um 19.26 Uhr die Startschüsse zum Umzug, ehe sich 38 Gruppen auf den Weg ins Tal machten, um ihr Häs zu präsentierten oder Musik zu spielen.

Die Dahlauer führten den Zug an, begleitet von Geräuschen von Rätschen. Bürgermeister Oliver Fiedel und Zunftrat Tobias Gutmann moderierten den Zug von einem Anhänger aus, der neben der Kreuzung „Am Hang/Talstraße“ stand und lieferten den Zuschauern am Straßenrand Informationen zu den Gruppen.

Stark vertreten waren die Todtnauer Narrencliquen, angefangen von den Blätzle-Narren, über die Ranzengarde, „Los Chrachos“, die Zundelmacher, die „Chaibeloch-Lärtschi“, die Gletschergeister aus Präg, die Beeriewieber, die Chrüdderwieble, die Rabefelseschlurbi, die Schatzgräber, die Dichelbohrer, die Bürstenbinder, die Dilldappen bis hin zu den drei mit Tannenzapfen, Tannenzweigen und Baumflechten behangenen Zapflemännle.

Die jüngste Gruppe der Todtnauer Narrenzunft, die Silbermüs, waren auch mit dabei. Ihr Häs greift eine alte Sage zur Entstehung der Grube „Maus“ auf, erzählten die Moderatoren. Die Figur Karl Ludwig Nessler, der Erfinder der Dauerwelle, trug einen feinen schwarzen Mantel, ein weißes Hemd, eine Fliege und einen Zylinder, seine gelockte Ehefrau Katharina ein bodenlanges blaues Kleid, ein weißes Schultertuch und Lockenwickler im Haar.

Mit den Los Chrachos aus Todtnau zogen auch schaurige Gestalten durch die Straßen.

Foto: Christoph Schennen

Auf sich Aufmerksamkeit machten auch die Vertreter des Zunftrates, der rabenschwarze „Nachtgrabb“ Thomas Ruf, der eine Mischung aus Vogel und Mensch ist und Noldi, der Narrenpolizist. Dem Publikum präsentierten sich ebenfalls die Cliquen der Narrenzunft Hausen und eine große Schar Schopfheimer Fasnächtler: die „Holzhauer“ (Langenau), die Düfzelgeister (Fahrnau), die „Schiebe-Chnächt“ (Kürnberg) und „d’Enninger“, Gruppen aus Wembach, Lenzkirch, Wieden sowie die Musikgruppe „Halli Galli“ aus Maulburg, die Krozinger „Quellen-Narren“ und die Rebgeister, und die Teufel aus Rötenbach.

Bunte und fröhliche Parade

Es war eine bunte und fröhliche Parade mit Gruppen aus der Region, die sich anschließend in der Dorfgaststätte, der Haifischbar, im Likörzelt und bei lauter Musik in und um die beiden Partyzelte auf der Narrenmeile vergnügten.