Besser lernen: Zeller Räte fordern Geld auch für kleine Schulen

Nicht nur die Gerhard-Jung-Schule in Zell soll von dem Startchancen-Programm profitieren.
MT-ArchivBeim Startchancen-Programm des Landes geht es darum, die Lernumgebung von Schulen besser zu gestalten und dafür in den Räumlichkeiten die Voraussetzungen zu schaffen. „Damit Unterricht angenehmer stattfinden kann“, hieß es in der Sitzung des Zeller Gemeinderats.
Das Projekt wurde bereits in einer Ratssitzung sowie im Technischen Ausschuss vorgestellt.
70 Prozent Förderung
Bei diesem Förderprogramm würde das Land über das Ministerium für Kultus Jugend und Sport 70 Prozent übernehmen, ein Eigenanteil von 30 Prozent bliebe bei der Stadt Zell. Dies heißt konkret: Bei vollständiger Ausschöpfung des Budgets wären es 282 283 Euro Eigenanteil und eine Fördersumme von 658 662 Euro.
Bisher ging es dabei nur um eine Umsetzung in der Gerhard-Jung-Schule Zell. Bei einer Vorort-Begehung und in Gesprächen mit der Schulleitung seien die Prioritäten klar geworden: Die klimagerechte Schaffung von Lernumgebungen sowie die Möglichkeit für Gruppenarbeiten in Kreativ- und Lernlaboren, Werkstätten und Ateliers sowie in Lernarbeitsplätzen.
„Nicht nur auf Zell blicken“
Marco Waßmer von der SPD sagte, es sei sehr schade, dass man sich nicht auch die anderen Grundschulen angeschaut habe, etwa in Gresgen und Atzenbach. In beiden Schulen sei die Barrierefreiheit nicht gegeben; diese Maßnahmen könnten über das Programm genauso abgedeckt werden. Auch eine energetische Sanierung könnte man dort durch kleine Maßnahmen durchführen. „Man sollte nicht nur immer auf das Schulzentrum in Zell blicken“, sagte Waßmer.
Konzept alle Grundschulen
Matthias Kiefer (CDU) sah dies genauso. Es brauche ein Gesamtkonzept für den Bereich Schulen. Auch Bernhard Klauser schloss sich dieser Meinung an und plädierte dafür, die beiden anderen Schulen mit einzubinden, dort Besichtigungen und Beratungen einzuleiten und dies auch verpflichtend in den Beschluss einzufügen. Auch Hannelore Vollmer (Freie Wähler) schloss sich dem an.
Somit wurde der Beschlussvorschlag darum erweitert, dass die beiden Schulen in Gresgen und Atzenbach mit betrachtet werden. Das Architekturbüro Stoll soll für rund 18 000 Euro die Planung übernehmen. Die Verwaltung wird die Förderung für das Programm beantragen.
