Balkonsolar in Schönau: Ein zweites Leben für Solarmodule

Sebastian Müller (im gelben T-Shirt) und daneben Henning Lerz, beide vom Verein Balkon.Solar Freiburg und ein Teilnehmer des Workshops
zVg/Ursula Sladek- Alte Solarmodule von Sunstar Interbros werden zu Steckersolaranlagen upgecycelt.
- 1174 Module mit 245 kW wurden abgebaut und an gemeinnützige Initiativen gespendet.
- Vereine wie Balkon.Solar und FuSS helfen beim Bau für Balkon, Gartenhaus oder Zaun.
- Gebrauchte Module leisten meist 80 bis 90 Prozent – Reinigung und Messung erfolgten vor Ort.
- Weltrekordversuch in Freiburg am 26. September, Weiherhof-Realschule, 10 bis 18 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
1174 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 245 kW, die bisher auf dem Dach der Firma Sunstar Interbros viele Jahre lang Strom erzeugt hatten, wurden wegen einer bevorstehenden Dachsanierung abgebaut. Allerdings nicht entsorgt, sondern gemeinnützigen Initiativen gespendet, die Erfahrung im sogenannten Upcycling haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Fördervereins für umweltfreundliche Stromverteilung und Energieerzeugung in Schönau (FuSS).
Dabei unterstützen die Vereine Bürger, aus alten Solarpanelen zuzüglich des Kaufs von Kleinwechselrichtern, Kabeln und Halterungen betriebsfertige Steckersolaranlagen für Balkon, Gartenhaus oder Zaun selbst zu bauen. Das spart Geld gegenüber einem fertigen Paket und vermeidet Abfall und spart Ressourcen – und es macht Spaß, bei einer gemeinsamen Veranstaltung etwas Neues zu schaffen!
Als kleines Dankeschön für die großzügige Spende wurde das erste Upcycling-Event kürzlich bei Interbros selbst vom Verein Balkon.Solar aus Freiburg durchgeführt, unterstützt vom Verein FuSS.
Sebastian Müller vom Verein Balkon.Solar führte die Teilnehmer kurz in die Thematik ein und erläuterte, dass gebrauchte Module meist 80 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung behalten und somit in neuen Projekten gut eingesetzt werden können.

Aus den gebrauchten Solarpanelen entstehen neue Balkonkraftwerke.
Bernd Weißbrod/dpaGrundsätzlich gehöre die Zukunft den erneuerbaren Energien. Denn während die erneuerbaren Energien weltweit kontinuierlich immer preiswerter würden, stiegen die Stromkosten aus neuen Kohle- und Atomkraftwerken in schwindelerregende Höhen.
Dann wandte man sich den Modulen zu. Zuerst wurden sie mit Wasser gereinigt, dann bei jedem Modul die Leistung gemessen. Sebastian Müller und Henning Lerz, beide Vorsitzende von Balkonsolar Freiburg, beantworteten die vielen Fragen der Teilnehmer und erklärten technische Details. Da keine neuen Kabel angebracht werden mussten – bei den verwendeten Modulen waren die Kabel noch vorhanden und intakt –, dauerte es nicht lange, bis die fertigen Steckersolarmodule ins Auto geladen werden konnten.
Nun warten noch eine große Menge der gebrauchten Interbros-Solarmodule auf weitere Bearbeitung. Sie sollen im Herbst in Freiburg bei einem Weltrekordversuch vom Balkonsolarverein mit vielen weiteren Organisationen und Bürgern in Steckersolaranlagen verwandelt werden.
Der Rekordversuch findet am 26. September auf dem Gelände der Weiherhof-Realschule Freiburg von 10 bis 18 Uhr statt, inklusive buntem Rahmenprogramm. „Jeder kann bei diesem Weltrekord dabei sein und mitmachen“, heißt es seitens der Veranstalter.