Azubis bleiben nicht: Kaum Interesse an Arbeit im GVV-Wald

Kaum ein Azubi arbeitet nach der Ausbildung weiter in den Wäldern rund um Schönau (Symbolfoto).
Heiko Hofmann- GVV Schönau setzt die Ausbildung von Forst-Azubis fort – Antrag auf Stopp abgelehnt.
- Für ein Ende stimmten Böllen, Fröhnd und Wieden, dagegen Schönau, Schönenberg, Tunau, Utzenfeld, Wembach.
- Begründung von Fröhnd: Kaum Übernahmen, in acht Jahren nur ein fester Job im GVV-Forst.
- Ausbildung besteht seit acht Jahren mit der Stadt Todtnau, Kosten: 250.000 Euro, teils amortisiert.
- Verbandschef nennt fehlendes Firmenfahrzeug als Grund, Azubis fahren privat, in Todtnau fährt ein Stadtwagen.
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Die Versammlung des GVV Schönau hat mehrheitlich dem Antrag der Gemeinde Fröhnd abgelehnt, die Ausbildung der Forst-Azubis mit dem Berufsabschluss der noch verbliebenen drei Auszubildenden auslaufen zu lassen. Neben dem Antragsteller votierten Böllen, Fröhnd und Wieden für ein Ende der Forst-Ausbildung. Schönau, Schönenberg, Tunau, Utzenfeld und Wembach indest stimmten dagegen.
Die Forst-Ausbildung wird seit acht Jahren in Zusammenarbeit mit der Stadt Todtnau durchgeführt.
Fröhnd begründete seinen Antrag mit einem geringen Interesse der Azubis, nach der Ausbildung im GVV-Forst weiterzuarbeiten. In acht Jahren wurde innerhalb der Forstabteilung des GVV Schönau lediglich ein Azubi in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, heißt es in einem Schreiben von Bürgermeister Michael Engesser an den GVV. „Für den GVV ist das zu wenig“, sagte der Bürgermeister in der GVV-Sitzung.
Die Kosten für die Ausbildung betragen 250.000 Euro. Die Hälfte davon können laut Engesser durch produktive Leistungen ausgeglichen werden. Verbandsvorsitzender Peter Schelshorn sah einen Grund für das geringe Interesse frischgebackener Forstarbeiter am GVV-Wald im Fehlen eines Firmenfahrzeugs. Die Waldarbeiter müssten mit ihren Privat-Autos zur Arbeitsstelle fahren. In Todtnau sei das anders. Dort fährt die Rotte gemeinsam mit einem Fahrzeug der Stadt in den Wald.