Amateurfunk im Wiesental
: Das Hobby bietet für jeden etwas

Der Ortsverband Wiesental (A37) des Deutschen Amateur-Radio-Clubs hat zum alljährlichen Field Day nach Wieden eingeladen. Im Mittelpunkt standen Vorträge.
Von
red/pm
Wieden
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Funkamateure aus Südbaden, der Schweiz und Frankreich trafen sich beim Field Day des DARC Ortsverbands A37 Wiesental an der Bergwachthütte in Wieden.

Funkamateure aus Südbaden, der Schweiz und Frankreich trafen sich beim Field Day des DARC Ortsverbands A37 Wiesental an der Bergwachthütte in Wieden.

Martin Kimmig
  • Field Day des DARC-Ortsverbands A37 Wiesental fand an der Bergwachthütte in Wieden statt.
  • Im Mittelpunkt standen Vorträge zu Linux, Meshcore/Meshcom und Pico-Ballons.
  • Linux: Johannes Eschbach erklärte Vorteile des Systems und seine Verständlichkeit für alle.
  • Meshcom/Meshcore: Hermann Komm erläuterte Unterschiede, Einsatz und verfügbare Hardware.
  • Pico-Ballons: Frank Ganter startet Heliumballons, die Positionen senden und um die Welt fliegen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf große Resonanz stieß der Field Day des DARC-Ortsverbands A37 Wiesental am zweiten Augustwochenende  an der Bergwacht-Hütte St. Christophorus in Wieden, heißt es in einem Nachbericht. Ein Field Day ist eine Outdoor-Veranstaltung für Funkamateure, die hierfür eine Funkstation mit eigener Stromversorgung aufbauen. Im Vordergrund steht dabei die gemeinsame Unternehmung. Zugleich werden beim A37 Field Day immer auch spannende Vorträge, meist zu Technik-Themen, angeboten.

In diesem Jahr freuten sich die Wiesentäler Funkamateure auch über Gäste aus Frankreich und der Schweiz. Offensichtlich stießen die angekündigten Vorträge zu den Themen Linux sowie Meshcore und  Meshcom auch über die Landesgrenzen hinaus auf Interesse. Wie vielfältig das Hobby Amateurfunk ist, zeigte ein weiterer Vortrag. Dieser befasste sich mit Pico-Ballons.

Johannes Eschbach (DF5GS) vom Ortsverband Dreilängereck (A09) referierte zum Thema Linux. Viele Anwender nutzen statt Windows bereits Linux. Das hat verschiedene Vorteile, sicherlich aber auch ein paar Nachteile. Doch hört man immer häufiger, dass auch Behörden in Deutschland auf Linux als Betriebssystem umstellen. Dieses Betriebssystem ermöglicht es, auch ältere Rechnersysteme am Laufen zu halten und damit zu arbeiten. Es ist also nicht nur für Funkamateure sinnvoll, sich mit der Materie zu befassen. Er hatte seinen Vortrag so gestaltet, dass er für alle leicht verständlich war. Was bei der Wärme sicherlich allen entgegenkam.

Meshcom und Meshcore

Der zweite Vortrag von Hermann Komm (DL2GKH) vom Ortsverband  Hochrhein-Klettgau (A13) befasste sich mit den Themen Meshcom und Meshcore. Er ging dabei auf die Unterschiede ein und erklärte, wie und wann die Systeme eingesetzt werden können. Welche Hardware gibt es dazu?

MeshCore und MeshCom sind beides dezentrale, stromsparende Netzwerke auf Basis der LoRa-Funktechnik, mit denen man Textnachrichten und GPS-Daten ohne Mobilfunk oder Internet (off-grid) austauschen kann.

Pico-Ballons fliegen um die Welt

Der dritte Vortrag, der ganz kurzfristig eingeplant wurde, wurde von Frank Ganter, DG2GG (A34), zum Thema „Pico-Ballon“ vorgestellt. Ganter startet kleine, mit Helium gefüllte Ballons mit einer Nutzlast von rund 13 Gramm, die aus einer Raspi-Platine und Solarpanels besteht. Diese Ballons können sich viele Tage oder sogar Monate in einer Höhe von rund neun bis 15 Kilometern in der Luft halten. Dabei können sie die Welt mehrfach umrunden. Bei Sonnenschein funken sie dann die Positionsdaten. Funkamateure haben ein weltweites Netz von Empfängern aufgebaut, sodass man die Flugbahn der Ballons im Internet verfolgen kann.

Der Ortsverbandsvorsitzende Martin Kimmig, (DH1GB) bedankte sich bei den Referenten für die gelungenen und kurzweiligen Vorträge mit Spezialitäten aus der Region.

„Insgesamt war es ein gelungenes Wochenende“, zog Kimmig eine positive Bilanz. Er bedankte sich bei seinen Helfern und allen Anwesenden für ihren Besuch.

DARC OV A 37 Wiesental

Mitglieder: Der Ortsverein zählt aktuell 15 Mitglieder, darunter sind drei Frauen. Die Vereinsmitglieder sind zum größten Teil im hinteren Wiesental beheimatet, drei weitere kommen aus dem kleinen Wiesental und eine Funkerin aus der Nähe von Efringen-Kirchen.

Kontakt: Ortsverbandsvorsitzender Martin Kimmig (DH1GB), Tel. 07673/93 15 16, E-Mail dh1gb@darc.de