Aktion an Waldorfschule Schopfheim
: Spendenlauf bringt 18.000 Euro

Das Schwitzen hat sich gelohnt: Etwa 18.000 Euro haben die Schopfheimer Waldorfschüler bei einem Sponsorenlauf für ein Flüchtlingsprojekt in Uganda zusammenbekommen.
Von
Anja Bertsch
Schopfheim
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Vollen Einsatz zeigten die Waldorfschule beim Sponsorenlauf.

Vollen Einsatz zeigten die Waldorfschüler beim Sponsorenlauf.

Anja Bertsch
  • Waldorfschule Schopfheim sammelte bei einem Sponsorenlauf etwa 18.000 Euro.
  • Rund 300 Teilnehmende liefen in zwei Mal 45 Minuten insgesamt 6200 Runden.
  • Die Spenden gehen an „Blessed to Bless Life Ministries“ im ugandischen Camp Kilkaya II.
  • Die Organisation bietet Kindern und Jugendlichen sichere Räume sowie IT- und Nähkurse.
  • Idee und Umsetzung kamen von den Schülersprecherinnen Silke Esch und Matilda Funk.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zur großen Spendenaktion hatte die SMV der Waldorfschule aufs Schuljahresende hin eingeladen,  und fast die ganze Schulgemeinschaft folgte – mit überwältigendem Ergebnis: Etwa 18.000 Euro an Spendengeldern kamen zusammen. Diese fließen nun an ein Projekt für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Uganda.

Fast 2500 Kilometer für den guten Zweck

Insgesamt 6200 Runden drehten die etwa 300 Teilnehmer des Sponsorenlaufs innerhalb der zwei Mal 45 Minuten, die für den Lauf angesetzt waren. Macht bei immerhin 400 Metern Strecke pro Runde geschlagene 2480 Kilometer Wegstrecke, die die Nachwuchssportler für den guten Zweck unter die Füße nahmen, und einen Schnitt von etwa acht Kilometern je Schüler – mit großer Bandbreite im Pensum der einzelnen Teilnehmer natürlich. In Bewegung war (fast) die ganze komplette Schulgemeinschaft, von den Sport-Minis aus der ersten Klasse bis zu den „Elfern“, plus der ein oder andere sportaffine Lehrer.

Gemeinsam Großes geleistet

Vom Spielfeldrand aus betrachtet, bot sich ein buntes Bewegt-Bild unterschiedlichster Herangehensweisen: Mal volle Kraft voraus bis zur kompletten Erschöpfung, mal kräftehaushaltendes Schlendern, anfangs das Traben im großen Pulk, mit fortschreitender Dauer dann immer öfter das Durchbeißen als Einzelkämpfer. In welchem Stil auch immer: Am Ende hatten alle ihren Beitrag – und alle zusammen Großes geleistet.

Sponsoren honorieren jede Runde

In Spendengeld umgemünzt wurde der sportive Einsatz der Schüler über ein Netzwerk aus Sponsoren: Alle Teilnehmer waren im Vorfeld gefragt, in der Verwandt- und Bekanntschaft Sponsoren zusammenzutrommeln, die bereit waren, je Runde einen festen Betrag zu spenden. Mal waren das 50 Cent, mal fünf Euro, mal gab es zwei Hauptsponsoren, mal gleich 15 Unterstützer, die jeweils ihren Beitrag leisteten. Auf welche Weise auch immer: Jeder Teilnehmer hatte letztlich sein ordentliches Runden-Sümmchen beieinander, das auch über die gegen Ende zunehmende Erschöpfung hinweg motivierte, noch mal eins draufzusetzen, und noch mal.

Die Wasserduschen entlang der Laufstrecke rund um Schule und Sporthalle bot willkommene Erfrischung für die Nachwuchssportler.

Die Wasserduschen entlang der Laufstrecke rund um Schule und Sporthalle boten die willkommene Erfrischung für die Nachwuchssportler.

Anja Bertsch

Erfrischende Dusche, stärkendes Buffet

Auch um die Läuferschar herum war einiges in Bewegung: Für die willkommene Erfrischung während des Laufs sorgten improvisierte Schlauchduschen auf dem Weg, für die Stärkung in der Pause ein großes Obstbuffet, das Unterstützer spendiert hatten, und für die ordnungsgemäße Buchführung sorgten einige ältere Schüler, die ihren Mitschülern jede einzelne Runde auf den mitgeführten Laufzetteln quittierten.

Spenden für Kinder in Flüchtlingscamp

Dieser Tage nun sammeln die Schüler das Geld bei ihren Unterstützern ein, um es baldmöglich gebündelt seinem guten Zweck zuzuführen: der Unterstützung der ehrenamtlichen Organisation „Blessed to Bless Life Ministries“ (BBLM), die sich in einem ugandischen Flüchtlingscamp vor allem um Kinder und Jugendliche kümmert. In dem Camp Kilkaya II leben etwa 136.000 Menschen, die vor den gewaltsamen Konflikten im benachbarten Kongo geflohen sind.

Inmitten dieses Camps schafft die Organisation unter anderem einmal wöchentlich einen sicheren Raum für Kinder und Jugendliche, in dem Talente gefördert, alleinerziehende Frauen unterstützt und junge Menschen durch IT- und Nähkurse beim Einstieg ins Berufsleben begleitet werden. Darüber  informieren die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“, die in notfallpädagogischen Einsätzen in Krisenregionen auf der ganzen Welt Hilfe leisten.

Initiative aus der Schülerschaft heraus

Mit der Aktion knüpfen die Waldorfschüler an eine gute Tradition an: Bis vor einigen Jahren fanden an der Schopfheimer Waldorfschule regelmäßig solche Sponsorenläufe statt. Nun also hatten die beiden Schülersprecherinnen Silke Esch und Matilda Funk die Idee, die Initiative nach einigen Jahren Pause wiederzubeleben, und setzten das Projekt von Anfang bis Ende eigeninitiativ und weitgehend ohne Hilfe des Lehrerkollegiums um. „Es war auf jeden Fall stressig zu organisieren. Aber wir sind ziemlich glücklich, wie es gelaufen ist – und erst recht über das Ergebnis“, halten die beiden im Nachgang im Gespräch mit unserer Redaktion fest.