750 Jahre Zell: Wie in Zell vier Tage lang gefeiert wird

Zell im Wiesental feiert Geburtstag, und das mit einem viertägigen Fest.
Verena WehrleVor 750 Jahren wurde die Stadt Zell erstmals urkundlich erwähnt – also im Jahr 1275. Das soll gebührend gefeiert werden, und zwar mit einem verlängerten Festwochenende. Gleichzeitig feiert die Stadtmusik ihr 180-jähriges Bestehen und beteiligt sich unter dem Motto „Zell feiert – wir sind dabei“ am Feier-Wochenende. Dafür organisierte sie einmal mehr gemeinsam mit dem Fanfarenzug das beliebte Musikfest.
„Zum Stadtjubiläum beteiligen sich in diesem Jahr noch einige mehr Zeller Vereine daran, und so wird es schon ähnlich wie das damals beliebte Städtlifest“, erzählt Karl Welte im Gespräch mit unserer Redaktion, der die Organisation des musikalischen Parts innehat.
Freunde aus Italien spielen am Samstag
Das Jubiläumswochenende beginnt am Freitagabend ab 18 Uhr auf dem Rathaus- und Sparkassenplatz. Ab 19.30 Uhr spielt die junge Zeller Band „Aroma“, die Zeller Vereine bewirten. Den offiziellen Fassanstich von Bürgermeister Peter Palme gibt es aber erst am Samstag, 19. Juli, ab 18 Uhr. Musikalisch wird dieser vom Musikverein Atzenbach umrahmt. Anschließend unterhalten die „Jamis d’Albian“ aus dem italienischen Bajo Dora, mit dem Zeller Fanfarenzug befreundete Musiker. Ab 20.30 Uhr spielt dann die Band „Patchwork“ zum Tanz auf. Auf dem Latschari-Platz gibt es vom Hotel Löwen einen Mittelalterabend mit dazu passender Küche.
Biosphärenfest und Musikprogramm
Der Höhepunkt des Festwochenendes wird der Sonntag sein, an dem auch zum ersten Mal in Zell ein Biosphärenfest unter dem Motto „Mitmachen – Erleben – Genießen“ stattfindet. Während dieses auf dem Sparkassenplatz und in der Schönauer Straße gefeiert wird, geht parallel auf dem Rathausplatz der Festbetrieb weiter mit Bewirtung durch die Zeller Vereine.

Beim Musikfest in Zell ist immer viel los.
Foto: MT-ArchivDen Start in den Festtag bildet der ökumenische Festgottesdienst ab 10 Uhr mit den Pfarrern Martin Schlick und Martin Rathgeber. Ab 11.15 Uhr wird das Fest dann offiziell eröffnet mit Regierungspräsident Carsten Gabbert, Bürgermeister Peter Palme sowie Landrätin Marion Dammann. Diesen kleinen „Festakt“ begleitet die Stadtmusik Zell.
Gespräche mit Experten
Ab 12.30 Uhr spielt der Musikverein Gresgen auf. Um 13.15 Uhr beginnt auf der großen Bühne das erste Expertengespräch zum Thema: „Geht uns das Wasser aus? – Umsetzung des Wasserprojekts sowie Quellenprojekts“. Ab 13.45 Uhr treten der Berglandchor und die Kindertrachtengruppe auf.
Um 14.30 Uhr beginnt das nächste Expertengespräch zum Thema: „Feuer und Flamme für Wildnis – das neue Wildnis-Camp des Biosphärengebiets.“ Ab 15 Uhr unterhält die Feuerwehrmusik Mambach, danach treten die erfolgreiche Lions Cheerleader Zell auf. Ab 15.45 Uhr geht es im Expertengespräch um den Mehrwert für Zell durch das Biosphärengebiet.

Geiffersepp unterhält am Sonntag.
Foto: MT-ArchivAb 16.30 Uhr unterhält „Geiffersepp“. Bei dieser 15-köpfigen Spaßblasmusik aus dem vorderen Wiesental stehen Dixieland, Polkas, Ländler oder auch Eigenkompositionen auf dem Programm.
Spezialitätenmarkt bietet Besonderheiten
Zum Fest des Biosphärengebiets gehört ein Spezialitätenmarkt mit 17 Ständen, an denen es von Naturseifen über Alpaka-Produkte bis hin zu Drechselhandwerk und Deko alles Mögliche zu kaufen gibt. Darüber hinaus gibt es unter dem Motto „Mitmachen und Erleben“ zahlreiche Stände von Institutionen, etwa von den „Geiße Buure“ Atzenbach, dem Naturpark mit seiner Kochschule, wo Kinder selbst kochen dürfen und der Seniorenakademie Zell, um nur einige zu nennen.

Auch das Kochmobil des Naturparks Südschwarzwald kommt nach Zell.
Foto: Verena WehrleAuch das Wiesentäler Textilmuseum bietet Führungen an. Darüber hinaus werden zahlreiche Exkursionen angeboten, darunter eine Stadtführung rund um die Schwanenstadt.

Die Zeller Wildsaumusik unterhält beim Handwerkerhock am Montag.
Foto: Verena WehrleHandwerkerhock am Montag
Die Stadtmusik Zell hängt an das Festwochenende noch einen Tag dran und lädt für Montag, 21. Juli, ab 15 Uhr zum traditionellen Handwerkerhock ein. Hier unterhält die Zeller Wildsaumusik.
