Zur Bürgermeisterwahl: Türk für weitere acht Jahre gewählt

Spannung konnte bei der Bürgermeisterwahl kaum aufkommen: Einen Gegenkandidaten gab es nicht, der bisherige Amtsinhaber Marcus Türk stand als einziger Bewerber auf dem Stimmzettel.
Nun ist klar: Er soll die Gemeinde auch in den kommenden acht Jahren führen. Das überrascht wenig. Die Wahlbeteiligung dagegen gibt zu denken. Gerade einmal 35,3 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben. Ist das ein Zeichen von Desinteresse? Oder sind die Villingendorfer schlicht zufrieden mit ihrem Bürgermeister?
Letzteres liegt zumindest nahe. Wer mit der bisherigen Arbeit zufrieden ist und ohnehin keinen Wechsel erwartet, sieht keinen Anlass, zur Wahlurne zu gehen.
Doch eine geringe Wahlbeteiligung lässt sich nicht einfach als stillschweigende Zustimmung werten. Vielleicht fehlte vielen Bürgern ohne Gegenkandidaten schlicht der Anreiz für ein klares, starkes Votum.
Mit 95,9 Prozent der gültigen Stimmen hat Türk unter den Wählern deutlichen Rückhalt erhalten. Doch die geringe Beteiligung sollte er nicht einfach abhaken. Denn Demokratie lebt nicht nur davon, dass jemand gewählt wird, sondern auch davon, dass die Bürger sich vertreten wissen und so mitentscheiden wollen.