Wirtschaft in Rottweil: Neuer Reinraum stärkt Medizintechnik und Zusammenarbeit mit Unternehmen

Adem Aksu von KLS Martin (von links), Volker Bucher (Leiter des Instituts für Mikrosystemtechnik) und Frank Reinauer (KLS Martin)
Hochschule Furtwangen- HFU eröffnet im Research Center Rottweil ein neues Reinraum-Labor zum Jubiläum.
- ISO-7-Reinraum ermöglicht Medizintechnikforschung unter kontrollierten Bedingungen.
- KLS Martin stattet das Labor aus und spendet zwei Metall-3D-Drucker.
- Politik und Wirtschaft loben den Standort – Tag der offenen Tür bot Einblicke.
- Geplante Projekte: patientenspezifische Fingergelenk-Implantate und neue Plasma-Prozesse.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein neues Labor konnte die Hochschule Furtwangen (HFU) in ihrem Research Center am Standort Rottweil einweihen. Die neuen Räumlichkeiten eröffnen den Forschenden der Hochschule innovative Möglichkeiten in der angewandten Forschung, etwa bei der Herstellung von Medizintechnikprodukten.
„Der neue Reinraum bietet uns vielfältige Möglichkeiten, um den Verbund aus Forschung und Transfer weiter zu stärken“, betonte Volker Bucher bei der feierlichen Eröffnung des neuen Labors. Das Forschungszentrum in Rottweil betreibt die Hochschule bereits seit zehn Jahren – die Laboreröffnung und das Jubiläum wurden mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.
Einblick in die aktuelle Forschung
„Der Reinraum der Klasse ISO 7 ermöglicht Forschung und Entwicklung unter kontrollierten, partikelarmen Bedingungen – etwa für Anwendungen in der Medizintechnik“, sagt Christoph Reich, stellvertretender Rektor der HFU und Prorektor für Forschung und Nachhaltigkeit.
Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik waren bei der Eröffnung dabei und ließen sich einen Einblick in die aktuelle Forschung im Research Center geben. Die Bundestagsabgeordnete Maria-Lena Weiss betonte in ihrem Grußwort die Rolle des Labors als Ort, an dem Wissenschaft und Unternehmen gemeinsam an Lösungen arbeiten können. Auch der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel lobte: „Dies ist eine gute Investition in die Zukunft“. Glückwünsche kamen zudem vom Landtagsabgeordneten Artur Eichin, der daran erinnerte, dass Wirtschaft und Wissenschaft einander brauchen und Zukunft gestaltbar ist.
Ruf spricht über bemerkenswerte Entwicklung
Christian Ruf, Oberbürgermeister der Stadt Rottweil, sprach über die bemerkenswerte Entwicklung des Research Centers in den zurückliegenden zehn Jahren. Ruf hatte das neue Forschungslabor bereits vor der Eröffnung gemeinsam mit Landrat Christoph Keckeisen besichtigt.
Möglich wurde die Umsetzung des Reinraums durch die Firma KLS Martin aus Tuttlingen, die die Laborausstattung sowie zwei Metall-3D-Drucker spendete. Frank Reinauer, Leiter Division Implantate, und Adem Aksu, Bereichsleitung Entwicklung für Implantate und Biomaterialien, von KLS Martin freuten sich, dass der bisherige Innovationsgeist des Reinraums an seinem neuen Standort weitergeführt wird.
„Aktuell bedampfen wir im Reinraum bereits Rottweiler Narren-Figuren mit Gold“, beschrieb Bucher. Der Wissenschaftler arbeitet mit seinem Team außerdem an neuen Plasma-Prozessen, die klimaschädliche Gase bei der Reinigung von Leiterplatten ersetzen können. Für die Zukunft ist ein Forschungsprojekt mit Rottweiler Chirurgen geplant, bei dem es um die Realisierung von patientenspezifischen Fingergelenk-Ersatzimplantaten gehen wird.
Mehr über das HFU Research Center unter: https://hfu.li/21yw