Wichtig bei Papiertonnen
: Das ist bei der Müllabfuhr im Kreis Rottweil „voll daneben“

Bei der Altpapier-Abfuhr im Kreis Rottweil gibt es Missverständnisse, was die zulässigen Mengen angeht. Jetzt will das Landratsamt mit einer Anhänger-Aktion Klarheit schaffen.
Von
red/pm
Kreis Rottweil
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Papiertonnen

Wer die Papiertonne nicht richtig befüllt, wird künftig im Kreis Rottweil mit einem Anhänger ermahnt.

Landratsamt Rottweil
  • Kreis Rottweil: Anhänger an Papiertonnen sollen Missverständnisse bei Mengen klären.
  • Botschaft am Haken: Erst wenn die Tonne voll ist, dürfen Kartons daneben stehen.
  • Kartons vorher falten oder zerkleinern, damit die Tonne komplett gefüllt werden kann.
  • Beistellmenge erlaubt, wenn voll: handlich gebündelt, max. 240 Liter und 20 Kilogramm pro Bündel.
  • Ziel ist weniger Handarbeit und Rückstaus, da ALBA sonst Kartons einzeln einsammeln muss.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Hinweis direkt an der blauen Tonne soll künftig helfen, den Platz besser zu nutzen, wie das Landratsamt mitteilt.

„Erst wenn die Tonne VOLL ist, dürfen Kartons auch DANEBEN.“ Diese Botschaft steht auf den Anhängern, die der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft ab dieser Woche an Papiertonnen im Landkreis anbringen lässt. Die kleinen Türanhänger kommen überall dort zum Einsatz, wo wiederholt Kartons neben nicht vollständig gefüllten blauen Tonnen stehen.

Der Grund ist laut Landratsamt schnell erklärt: Immer wieder werden große Kartons ungefaltet und nicht zerkleinert in die Papiertonnen gesteckt. So ist die Tonne ruckzuck voll, und daneben steht all das, was im blauen Behälter keinen Platz mehr hatte. Die Mitarbeitenden von ALBA müssen diese Kartons dann von Hand einsammeln, was nicht nur beschwerlich für sie ist, sondern auch zusätzliche Zeit kostet.

Kartons müssen gefaltet werden

„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger freundlich daran erinnern, dass sie die Kartons zusammenfalten und große Kartonagen zerkleinern, bevor sie diese in die Tonne stecken“, sagt Jürgen Juretzka, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft. „Das händische Einsammeln der Kartons mag im Einzelfall nur ein kurzer Moment sein, aber bei rund 2500 geleerten Papiertonnen pro Tag sprechen wir schnell von mehreren Stunden zusätzlichem Aufwand pro Sammeltag.“

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Unnötige Rückstaus

Hinzu kommt: Wenn die Mitarbeitenden mehrfach zwischen Tonne und Abfuhrfahrzeug pendeln müssen, steht das Fahrzeug länger an einer Stelle. Gerade in engen Straßen kann das schnell zu unnötigen Rückstaus führen.

Die neuen Anhänger sollen deshalb genau dort einen kleinen Hinweis geben, wo das Problem entsteht. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft setzt dabei auf eine leicht verständliche Botschaft. Auf der Vorderseite heißt es: „Kartons zusammenfalten oder zerkleinern und die Tonne komplett füllen.“

Die Tonne muss voll sein

Die gute Nachricht: Kartons dürfen durchaus neben der Papiertonne bereitgestellt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Tonne vollständig mit Papier und Karton gefüllt ist. Die zusätzlichen Kartons müssen handlich gebündelt sein. Insgesamt sind maximal 240 Liter, das gleiche Volumen wie die Papiertonne selbst, als sogenannte „Beistellmenge“ zulässig. Ein einzelner Karton oder ein Kartonbündel darf dabei höchstens 20 Kilogramm wiegen.

Einfach gesagt: Erst die Tonne vollständig füllen, dann darf der Rest daneben. So wird der vorhandene Platz in der Tonne besser genutzt und die Mitarbeitenden von Alba müssen weniger Kartons von Hand einsammeln, so der Appell des Landratsamts.