Wetter im Kreis Rottweil: Die nächste Hitzewelle kommt – vor diesen Gefahren wird gewarnt

Arbeiten bei Hitze - eine besondere Herausforderung.
Benjamin Westhoff/dpa- Im Kreis Rottweil werden bis zu 34 Grad erwartet – die Hitze könnte weiter zunehmen.
- AOK meldet mehr Behandlungsfälle: 2024 wurden 50 Versicherte wegen Hitze behandelt.
- RKI-Analyse: Im Sommer 2023 starben in Deutschland schätzungsweise 3100, 2024 rund 2800.
- Hitze erhöht kardiovaskuläre Sterblichkeit um 2,1 Prozent pro 1 °C, warnt die AOK.
- Empfehlungen: Aktivitäten in Morgen/Abend legen, viel trinken, Sonnenschutz und Medikation prüfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Hohe sommerliche Temperaturen können für die Menschen zur gesundheitlichen Belastung werden. Im Jahr 2024 mussten im Landkreis Rottweil 50 AOK-Versicherte wegen hitzebedingter Beschwerden ärztlich behandelt werden. Der Anteil der Betroffenen ist zwischen 2020 und 2024 durchschnittlich um 15,8 Prozent pro Jahr gestiegen.
Dass Hitze eine Gefahr für die Gesundheit darstellt, zeigt laut Pressemitteilung auch eine Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) im Auftrag des Umweltbundesamtes. Demnach starben im Sommer 2023 in Deutschland schätzungsweise 3100 und im Sommer 2024 rund 2800 Menschen an hitzebedingten Ursachen. Damit gehört die Bundesrepublik, gemessen an absoluten Zahlen, zu den am stärksten betroffenen Ländern in Europa.
Hohe Temperaturen belasten den gesamten Organismus und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: „Jeder Anstieg der Umgebungstemperatur um 1 °C geht mit einer signifikanten Zunahme der kardiovaskulären Sterblichkeit um 2,1 Prozent einher“, so Ralph Bier, Arzt bei der AOK Baden-Württemberg. Besonders belastend sind Hitzeperioden, wenn es nachts nur wenig abkühlt, weil sich der Körper dann nicht ausreichend erholen kann.
Genügend zu trinken ist bei Hitze besonders wichtig: „Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen kann auch bei ansonsten gesunden Personen zu bleibenden Nierenschäden führen. In schweren Fällen drohen ein akutes Nierenversagen und ein nicht umkehrbarer Verlust der Nierenfunktion“, erläutert der AOK-Arzt.
Konzentration leidet
Auch Konzentration, Urteilsvermögen und Reaktionsvermögen werden durch Hitze beeinträchtigt. „Eine Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health zeigte, dass Studenten während einer Hitzewelle im nicht klimatisierten Schlafzimmer morgens 13 Prozent langsamer reagierten und ähnlich schlechter abschnitten als ihre Kommilitonen in kühlen Räumen“, so Bier.
Die AOK empfiehlt, den Tagesablauf an heiße Tage anzupassen. Körperliche Aktivitäten und Erledigungen sollten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Während der heißesten Tageszeit zwischen 11 und 17 Uhr ist es ratsam, wenig draußen zu sein und möglichst kühle Orte aufzusuchen.
Viel Wasser trinken
Wichtig sei außerdem, ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken und beim Aufenthalt im Freien auf Sonnenschutz zu achten, den Kopf mit einem Sonnenhut oder einer Kappe zu schützen und bei Medikamenteneinnahme mit dem Arzt abzustimmen, ob Anpassungen notwendig sind. Außerdem sollten Medikamente entsprechend der Lagerungshinweise aufbewahrt und niemals im heißen Auto gelassen werden.

