Von SoFi-Brille bis Schweißerhelm
: Die Bilder - So schön war die Sonnenfinsternis im Kreis Rottweil

Dieses Naturschauspiel ließen sich viele im Kreis Rottweil nicht entgehen: Zur  Sonnenfinsternis versammelten sich viele an den besten Aussichtspunkten. Wir haben die Impressionen.
Von
Corinne Otto, Stefanie Siegmeier, Bodo Schnekenburger und Alexandra Alt
Kreis Rottweil
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Die Sonnenfinsternis von der Anhöhe über dem Tiergehege in Waldmössingen.

Die Stadien der Sonnenfinsternis von der Anhöhe über dem Tiergehege in Waldmössingen aus mit Blick auf den Winzelner Kirchturm  - zusammengefügt in einem Bild. Die 80-Prozent-Abdeckung der Sonne durch den Mond ist in der Mitte des Bildes zu sehen.

Rainer Langenbacher/48GradNordPhotoGraphics
  • Viele Menschen im Kreis Rottweil verfolgten die partielle Sonnenfinsternis gemeinsam.
  • Beliebte Orte waren Waldmössingen, Aichhalden, Zimmern und der Falkenberg bei Göllsdorf.
  • Fotos zeigten die Phasen von 19:24 bis 20:25 Uhr – mit Blick auf den Winzelner Kirchturm.
  • Schutzbrillen, Kamera-Filter und teils Schweißerhelme kamen zum Einsatz, oft wurde geteilt.
  • Nach dem Sonnenuntergang beobachteten einige die Perseiden und wünschten sich etwas.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gute Vorbereitung war nötig, um die partielle Sonnenfinsternis auch tatsächlich als solche wahrnehmen zu können: Eine der begehrten Schutzbrillen - oder eine Kamera mit entsprechendem Filter - war ebenso nötig wie ein geeignetes Plätzchen mit freier Sicht auf die tief stehende Sonne im Westen.

  • Hier in Aichhalden herrschte beste Sicht auf die tiefstehende Sonne im Westen.

    Hier in Aichhalden herrschte beste Sicht auf die tiefstehende Sonne im Westen.

    Otto
  • Diese Bilder wurden in Hardt vom Gebiet Moos III in Richtung St. Georgener Straße geschossen.

    Diese Bilder wurden in Hardt vom Gebiet Moos III in Richtung St. Georgener Straße geschossen.

    Knecht
  • Diese Bilder wurden in Hardt vom Gebiet Moos III in Richtung St. Georgener Straße geschossen.

    Diese Bilder wurden in Hardt vom Gebiet Moos III in Richtung St. Georgener Straße geschossen.

    Knecht
  • Diese Bilder wurden in Hardt vom Gebiet Moos III in Richtung St. Georgener Straße geschossen.

    Diese Bilder wurden in Hardt vom Gebiet Moos III in Richtung St. Georgener Straße geschossen.

    Knecht
  • Bisschen kicken auf dem Falkenberg bei Rottweil, während die "SoFi" hinterm Wald verschwindet.

    Bisschen kicken auf dem Falkenberg bei Rottweil, während die "SoFi" hinterm Wald verschwindet.

    Alt
  • Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Siegmeier
  • Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Siegmeier
  • Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Siegmeier
  • Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Die Sonnenfinsternis wurde im Zimmern zum tollen Gemeinschaftserlebnis.

    Siegmeier
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Doch Anhöhen gibt es im Kreis Rottweil ja genug. Ein herrlicher Blick bot sich von der Anhöhe über dem Tiergehege in Waldmössingen aus. Fotograf Rainer Langenbacher hat die Sonnenfinsternis – mit Blick auf den Winzelner Kirchturm –in ihren verschiedenen Stadien von 19:24 bis 20:25 Uhr festgehalten und in einem Bild zusammengefügt. Ein beeindruckender Anblick.

Im hoch gelegenen Aichhalden gab's bei bestem Wetter viele Stellen, an denen die Menschen zur „SoFi-Beobachtung“ zusammen kamen. Da wurden dann auch einmal Sofi-Brillen großzügig herumgereicht, damit alle das Schauspiel mit eigenen Augen verfolgen können.  Es wurde gestaunt, gefachsimpelt, manche aber resümierten auch: „Ich seh's irgendwie nicht richtig.“ Und zum Höhepunkt gegen 20.15 Uhr kühlte die Temperatur dann auch kurz schlagartig ab.

Auch in Zimmern waren am Mittwochabend unzählige Menschen unterwegs, um den besten Platz zu finden, von dem aus die Sonnenfinsternis möglichst optimal zu verfolgen war. Und so war an Orten, wo um diese Zeit sonst üblicherweise lediglich Gassigänger oder Jogger anzutreffen sind, reger Betrieb.

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Erinnerungen an die SoFi 1999

Einige hatten sich Klappstühle und kühle Getränke mitgebracht und verfolgten das Himmelsspektakel mit großer Spannung. Man kam miteinander ins Gespräch, tauschte Schutzfolien für die Handykamera aus, und lieh auch schon mal seine Schutzbrille an Interessierte, die keine mehr ergattert hatten. Und so mancher schilderte seine Erinnerungen an die Sonnenfinsternis in den 1990er Jahren.

So wurde das Spektakel zu einem schönen Gemeinschaftserlebnis. Während die einen dann gegen 20.45 Uhr noch den spektakulären und farbintensiven Sonnenuntergang mitverfolgten, packten andere Stühle und Co. wieder zusammen und traten den Heimweg an.

Auch rund um den Göllsdorfer Fußballplatz auf dem Falkenberg hatten sich Familien, Pärchen und Gruppen die besten Plätze gesichert – mit bester Sicht auf die zwischen der Rottweiler Stadtkulisse und dem Testturm untergehende Himmelsscheibe. Mit Campingstuhl, Picknickdecke und einem kühlen Getränk genoss man den lauen Sommerabend. Rund um den Falkenberg bietet sich ohnehin nahezu jeden Abend ein atemberaubender Sonnenuntergang.

Automatik-Schweißerhelm im Einsatz

Die „Hilfsmittel“ zur Beobachtung des seltenen Ereignisses waren mitunter von kreativer Natur: Automatik-Schweißerhelm – da sieht man dann gleich aus, als käme man direkt aus dem All –, Doppelsonnenbrille oder ganz einfach die Pappkameradin namens „Sonnenfinsternisbrille“ – man kann's ja mal versuchen und war sich am Mittwochabend auf dem Langen Berg oder am Flugplatz in Zepfenhan einer bunten Gesellschaft gewiss.

Logenplätze waren die Richtung West-Nordwest abfallenden Wiesen. Aus kleinen Grüppchen wurden unversehens größere, man teilt gerne – flüssigen – Proviant und feiert gemeinsam das kosmische Ereignis. Oder man sucht sich ein lauschiges Plätzchen, ein bisschen im Schatten von Baum oder Busch, um zu zweit die Welt um sich herum zu vergessen.

Und die im Landkreis in der sternenklaren Nacht ebenfalls gut zu beobachtenden Perseiden sorgten anschließend dafür, dass beim Anblick der Sternschnuppen noch mancher gedankliche Wunsch in den Nachthimmel gesendet wurde.