Villingendorfer Tradition: Ein Floß wie in uralten Zeiten

Villingendorf lässt die Geschichte der alten Flößerei wieder aufleben.
TürkBürgermeister Marcus Türk blickt begeistert in den Lichtgraben. Der Bau des Floßes schreitet voran. Nicht nur er ist Feuer und Flamme. Die Radfahrer-Gruppe um Ulrich Schanz stehe den Flößern aus Schiltach tatkräftig zur Seite, dankt Türk.
Schon Ende des vergangenen Jahres wurden die passenden Baumstämme zu den Fischweihern im Lichtgraben transportiert und die Stämme allesamt von Hand entrindet.
Stämme rundgeschnitzt
Während die Radfahrergruppe den Untergrund am künftigen Standort des Floßes vorbereitete, wurden die Spitzen der Stämme fachkundig von den Flößern rundgeschnitzt. Das verhindere, am Ufer oder an Steinen hängen zu bleiben, erklärt Türk.
Vollendung im Frühsommer
Auf der lenkbaren Spitze, dem Vorspitz, sitzt der Oberflößer als Steuermann. Darauf folgen mehrere aneinander gebundene Einzelflöße, die Gestöre. Für das Zusammenbinden nutzen Flößer bis zu vier Meter lange Haselnussäste, die nach dem Kochen flexibel und biegsam werden und als Seile dienen, erklärt Türk.
Mit der Fertigstellung wird im Frühsommer gerechnet. Türks Dank galt auch Klaus Jung vom Sportangelverein Villingendorf, der das Projekt angestoßen habe.
Auf einem Fest soll das Floß dann vorgestellt und gemeinsam gefeiert werden.