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: Lola Weippert: „Meine Mama ist mein größtes Vorbild“

Lola Weippert ist eine international bekannte Fernsehmoderatorin. Geboren und aufgewachsen ist sie in Rottweil. Obwohl sie in der ganzen Welt zuhause ist, ist sie ihrer Heimatstadt noch immer eng verbunden.
Von
Stefanie Siegmeier
Oberndorf
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Bekannt: die Moderatorin Lola Weippert.

felix rachor/felix rachor

Sie moderiert Fernsehsendungen, setzte sich als Influencerin gegen häusliche Gewalt ein, engagiert sich im sozialen Bereich und versteht sich als Botschafterin für die Krankheit Endometriose: Lola Weippert.

Wurzeln in Rottweil

Ihre Wurzeln hat die bekannte Moderatorin in Rottweil. Hier wurde sie als Eleonore Lola Naomi Weippert am 30. März 1996 geboren. Sie besuchte die Waldorfschule und absolvierte mit 17 Jahren das Abitur am Leibniz-Gymnasium, bevor sie dann ihre Karriere beim damaligen Radio Neckarburg Rock und Pop startete. Auch heute noch ist sie ihrer Heimatstadt eng verbunden.

Emotionale Verbindung zu Mama Conny

„Ich versuche, spätestens zur legendären Fasnet nach Hause zu kommen. Doch die größte und emotionalste Verbindung zu Rottweil habe ich durch meine Mama Conny, die bis heute dort wohnt und in der ganzen Gegend Klaviere stimmt“, erzählt sie im Interview.

Seit ihrer Kindheit vom Radio gefesselt

Die Idee, mal zum Rundfunk zu gehen, reifte bereits in ihrer Kindheit, wie sich Lola Weippert gerne zurückerinnert. „Ich habe als Kind auf unserem Bauernhof immer den Radiosender bigFM gehört und meiner Mama Conny immer gesagt ‚die verdienen Geld, indem sie Quatsch reden. Das möchte ich irgendwann auch mal‘. Schlussendlich bin ich diesem Wunsch nach meinem Abitur nachgegangen und durfte dann tatsächlich meine Wunsch-Morningshow bei bigFM moderieren, was meinen größten Traum damals erfüllte.“

Mit 18 erste eigene Show

Doch ihre Mutter habe dies an eine Bedingung geknüpft: „Bevor du in die Medien gehst, musst du erstmal mit Menschen mit Behinderungen arbeiten“, war die Vorgabe. Für Lola Weippert kein Problem. Zuerst arbeitete sie in der Diakonie in Stetten und dann ging’s auch schon zum Radio. Mit 18 Jahren hatte sie bereits ihre erste eigene Show.

Sieben Jahre Radiomoderation, dann weiter zum Fernsehen

Insgesamt moderierte sie sieben Jahre im Radio. „Dann hatte ich das Gefühl, dort alles erlebt zu haben, wovon ich jemals geträumt hatte“, sagt sie. Und sie sei bereit gewesen, weiterzuziehen. Ihr nächstes Ziel hatte sie dabei bereits fest vor Augen: TV-Moderation. „Also kündigte ich beim Radio, ohne überhaupt einen Job im TV zu haben. Die anderen erklärten mich für verrückt, aber ich war mir schon immer sicher, dass Mut belohnt wird, und genau so war es. Nicht mal eine Woche nach meiner letzten Morning-show im Radio hatte ich das große Glück, meine erste TV -Show zu moderieren“, sagt sie und lacht.

Soziale Initiative

Ihre Arbeit schätzt sie sehr. „Sie ist so vielfältig, und ich bin so unabhängig. Ich kann den Fokus auf die Dinge legen, die für mich wirklich wichtig sind. Ich gehe mit meiner sozialen Initiative und mit dem NDR an Schulen, um Schülerinnen und Schülern in der mental herausfordernden Zeit eine Stütze zu sein und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind.“ Sie sei früher selbst gemobbt worden, deshalb sei ihr die Unterstützung ein großes Anliegen.

Auf der ganzen Welt unterwegs

Mittlerweile ist Lola Weippert auch berufsbedingt auf der ganzen Welt unterwegs. Privat hat sie es eher ruhig. „Ich habe mir in Brandenburg einen Bauernhof gekauft, den ich umbaue, damit das ein Ort für uns alle werden kann, an welchem wir in der Natur Energie tanken und zur Ruhe kommen können. Auch das ist ein Herzensprojekt.“

„Das größte Geschenk“

Die Familie hat für sie eine sehr große Bedeutung. Erst kürzlich ist Lola Weippert Tante geworden und genießt das in vollen Zügen, wie sie auf Instagram schreibt. „Meine Familie und meine Herzensmenschen sind für mich das größte Geschenk in meinem Leben, und ich weiß nicht, was ich ohne sie machen würde. Sie geben meinem Leben so viel Sinn, Freude und Liebe“, schwärmt sie.

Enge Verbindung zur Familie

Sie sei unendlich dankbar, dass sie so eine enge Verbindung zu ihrer Familie habe. „Meine Mama ist mein größtes Vorbild, hat meine Schwester und mich als Alleinerziehende niemals aufgegeben und immer für uns gekämpft. Meine Schwester ist meine beste Freundin, und wir wissen alles voneinander. Diese Vertrautheit ist ein unendliches Geschenk, und dass sie nun auch noch ein Kind hat und ich dadurch in den Genuss des Tante-Seins kommen darf, beflügelt mich unheimlich“, so Weippert.

„Mein Alltag ist kein Alltag. Jeder Tag ist anders.“

Und wie sieht der Alltag einer TV-Moderatorin aus?

„Mein Alltag ist kein Alltag. Jeder Tag ist anders. Oft beginnt der Tag mit der Frage ‚Wo bin ich gerade?‘ Weil ich gefühlt jeden Tag in einem anderen Land sein darf für all die fulminanten Jobs. Dann stehen Drehs, Moderationen, Shootings an, ich stehe mit der Hilti oder Makita auf meinem Bauernhof und reiße Wände ein oder bin an einer Schule, um die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen“, berichtet sie.

Bewusstsein für Endometriose wecken

In den vergangenen Jahren hat Lola Weippert auch ihre Krankheiten öffentlich gemacht. Gerade für Endometriose ist sie fast schon eine „Botschafterin“. Wie ist darauf die Resonanz? „Die Resonanz geht unter die Haut, da diese Krankheit oft totgeschwiegen wird und viele schlichtweg nicht davon wissen und einen furchtbaren Leidensweg haben. ‚Stell dich nicht so an‘, ‚Es sind doch nur deine Tage‘, sind oft Reaktionen, die ich selbst erlebt habe und mich deshalb einmal mehr dafür einsetze, dass es mehr Aufklärung über diese Krankheit gibt und solche fehlplatzierten Sätze irgendwann endlich der Vergangenheit angehören“, sagt sie.

Die Pläne für die nächsten Jahre

Für die nächsten Jahre hat sie bereits viele Pläne und Ideen.

„Meinen Bauernhof Lolaland fertigzustellen, ist auf jeden Fall mein Fokusprojekt. Ebenso möchte ich an noch mehr Schulen gehen, Schülerinnen und Schüler unterstützen und den Fokus noch mehr auf Soziales legen, da ich das Gefühl habe, dass ich mit meiner Reichweite den Menschen ein Sprachrohr geben kann, die das sonst leider nicht haben, aber dringend brauchen.“ Und welchen Promi würde sie gerne mal interviewen? „Ich würde mich unheimlich gerne mit Angela Merkel zusammensetzen und sie versuchen zu überreden, wieder in die Politik einzusteigen.“

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