Tierschutz in Rottweil
: Tierarzt- und Futterkosten reißen ein Loch in die Vereinskasse

Der Aktionskreis der Freien Wähler informiert sich beim Tierschutzverein Rottweil über aktuelle Situation.
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(red/pm)
Oberndorf
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Der Aktionskreis der Freien Wähler informiert sich im Rottweiler Tierheim.

Freie Wähler

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens hat sich der Aktionskreis der Freien Wähler im Tierheim des Rottweiler Tierschutzvereins getroffen. Der Vereinsvorsitzende Günther Hermus begrüßte die Gruppe zusammen mit Verena Marquardt, der Leiterin des Tierheims, und Bettina Preisser, der stellvertrenden Vorsitzenden.

Die Gruppe konnte sich laut Pressemitteilung ein umfassendes Bild machen. Neben dem neu erstellten Heim für Kleintiere wurde das 2021 fertiggestellte Katzenhaus besichtigt. Die Gesamtanlage vermittelte einen sehr gepflegten Eindruck. Eine direkte Platznot für die Tiere konnte nicht festgestellt werden.

Haupt-Kostentreiber

Stadtrat Hermann Breucha erkundigte sich nach der aktuellen Finanzlage, vor dem Hintergrund, dass Hermus geklagt habe, die von den Kommunen bereitgestellten Mittel seien nicht ausreichend. Hermus und Bettina Preisser erklärten die anfallenden Kosten und machten deutlich, dass neben den Personalkosten die steigenden Futterkosten und die durch die neue Gebührenordnung (GOT) sehr stark gestiegenen Tierarztkosten einen wesentlichen Teil der Kostensteigerung ausmachten. Jedes abgegebene Fundtier müsse grundsätzlich tierärztlich untersucht werden. Bei der sehr hohen Anzahl der Fundtiere sei dies einer der Haupt-Kostentreiber.

Stadträtin Franziska Kossendey sprach die in der Öffentlichkeit auf starke Kritik gestoßene Abgabepraxis des Tierheims an. Hermus erklärte, dass die Fundtiere nicht übermäßig lange, in der Regel nicht länger als 40 Tage, im Tierheim verweilen würden, bis sie weitervermittelt werden könnten. So gebe es etwa für Katzen wesentlich mehr Anfragen als Fundtiere, sodass man sogar eine Auswahlmöglichkeit habe. Natürlich gebe es sogenannte Problemfälle. So würden Kitten in der Regel im Alter von zwölf Wochen bevorzugt zu zweit abgegeben, und auch bei erwachsenen Katzen werde das Umfeld genau angeschaut, so dass diese Tiere eine angemessene neue Heimat fänden. Bei erwachsenen Katzen gelten hingegen andere Kriterien, die sich jedoch streng an die Tierschutzverordnung anlehnten.

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Auf die Frage, ob die neue Katzenschutzverordnung eine positive Auswirkung auf die Anzahl der Fundtiere habe, meinte Hermus, dass diese Verordnung erst in ein paar Jahren einen messbaren Erfolg bringen werde.

Hilft ein Bericht im Rat?

Die Arbeit im Bereich des Tierschutzes in Rottweil wurde als hervorragend angesehen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Arbeit nur von hochmotivierten und sehr engagierten Mitarbeitern und Ehrenamtlichen geleistet werden könne. Was die in der Öffentlichkeit wahrgenommene Missstimmung anbelange, wäre es möglicherweise hilfreich, wenn von Seiten des Vereins einmal jährlich im Gemeinderat berichtet werden würde, so der Vorschlag der Freien Wähler.