Sommer im Kreis Rottweil
: Hautkrebszahlen steigen immer weiter

UV-Strahlung zählt zu den Risikofaktoren für Hautkrebs. In den vergangenen Jahren ist die Inzidenz von Hautkrebserkrankungen um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen.
Von
Daniel Schneider
Rottweil
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Hitzewelle in Deutschland: Impressionen vom Schlachtensee in Berlin: Berlin, Deutschland -27.6.2026: Menschen liegen neben Sonnenschirmen bei 38 Grad Celsius am Schlachtensee in Berlin. Nach 41,3°C in Saarbrücken am Freitag wurde am heutigen Samstag mit 41,5°C in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt erneut ein Höchstwert in Deutschland aufgezeichnet.

Bei starker UV-Strahlung sind ausreichend Sonnenschutzmittel, schützende Kleidung und Schatten wichtig.

PIC ONE/actionpress
  • Sommerliche Tage im Kreis Rottweil: UV-Schutz wird besonders empfohlen.
  • UV-Strahlung ist ein zentraler Risikofaktor für Hautkrebs, so die AOK-Ärztin.
  • 2024 erhielten 272 Versicherte im Landkreis Rottweil eine neue Hautkrebsdiagnose.
  • Die Inzidenz steigt seit fünf Jahren im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr.
  • Empfohlen werden Schatten, Kleidung, Sonnenbrille und ausreichend Sonnenschutzmittel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dem Landkreis Rottweil stehen sommerliche Tage bevor. Ob im Biergarten, Schwimmbad oder rund ums Public Viewing: Wer längere Zeit draußen verbringt, sollte auf ausreichend Sonnenschutz achten.

UV-Strahlung zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Hautkrebs. 2024 wurden im Landkreis Rottweil 272 Versicherte der Gesundheitskasse neu mit Hautkrebs diagnostiziert. Damit setzt sich der anhaltende Aufwärtstrend der letzten Jahre fort.

Verschiedene Krebsarten

Denn in den vergangenen fünf Jahren ist die Inzidenz von Hautkrebserkrankungen im Landkreis durchschnittlich um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen.

„Bei Hautkrebs wird unterschieden zwischen dem Melanom, also dem ‚schwarzen Hautkrebs‘, sowie Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom, umgangssprachlich auch ‚weißer Hautkrebs‘ genannt,“ sagt Susanne Schleicher, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Die Häufigkeit beider Krebsarten ist in den letzten drei Jahrzehnten steil angestiegen.

Hauttyp spielt eine Rolle

„Der ‚schwarze Hautkrebs‘ geht von den pigmentbildenden Zellen, den Melanozyten, aus und kann bereits in jungen Jahren auftreten. Der ‚helle Hautkrebs‘ tritt typischerweise erst im höheren Lebensalter auf“, so Schleicher.

Als Risikofaktoren gelten insbesondere Hauttyp und UV-Strahlung. Langjährige UV-Strahlungsbelastungen erhöhen das Risiko einer Erkrankung.

Schutz von Kindern

Auch klimatische Veränderungen spielen eine zunehmend wichtige Rolle: „Der Klimawandel führt durch eine steigende Zahl von Sonnenstunden und Veränderungen in den oberen Luftschichten zu einer erhöhten UV-Strahlenbelastung. Dazu kommt, dass sich Menschen in der Regel bei höheren Temperaturen mehr der Sonne aussetzen“, so Schleicher.

Besonders kritisch ist dabei die UV-Belastung in jungen Jahren: „UV-Strahlung gilt als der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs, insbesondere durch Sonnenbrände und übermäßige Belastung durch UV-Strahlung in der Kindheit. Deswegen sollten insbesondere Kinder vor zu viel Sonne geschützt werden“, betont die AOK-Ärztin.

Kostenloses Screening

Wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz im Alltag. Intensive Sonnenstunden, vor allem zur Mittagszeit, sollten möglichst vermieden werden. Besonders wirksam ist die Kombination mehrerer Schutzmaßnahmen: Schützende Kleidung, eine Kopfdeckung sowie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.

Sonnenschutzmittel sollten rechtzeitig und ausreichend auf alle unbedeckten Hautstellen aufgetragen und bei Schwitzen, Abtrocknen oder längerem Aufenthalt im Freien regelmäßig erneuert werden. Lippenschutz nicht vergessen.

Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren können alle zwei Jahre kostenlos ein Hautkrebsscreening beim Arzt durchführen lassen. Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg zahlt das Screening alle zwei Jahre bereits für Versicherte ab einem Alter von 20 Jahren.

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