Schulsozialarbeit: Warum die Grundschule Dietingen Schulsozialarbeiter benötigt

Die Schule in Dietingen (Archivfoto) äußert den Wunsch nach einem Schulsozialarbeiter.
Schmidt- Grundschule Dietingen beantragt Schulsozialarbeit, Begründung im Gemeinderat vorgestellt.
- Schulleiterin schildert mehr Heterogenität, digitale Parallelwelt und belastende Elterngespräche.
- Lehrkräfte und Eltern unterstützen Teilzeitstelle, da Lehrkräfte viele Konflikte tragen.
- Ratsmitglieder verweisen auf frühere Ablehnung wegen Haushaltslage – kein inhaltlicher Widerspruch.
- Gemeinderat vertagt Beschluss: Beratung mit Schule, Kita-Leitung und Schulsozialarbeiter geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dietingens Grundschulleiterin Brigitta Köhnen ging im Gemeinderat ausführlich auf den Antrag der Grundschule sowie das „Rahmenkonzeption Schulsozialarbeit Grundschule Dietingen“ ein und begründete den Wunsch der Grundschule, eine Schulsozialarbeit einzurichten und hierfür eine Teilzeitstelle zu schaffen.
Sie gab einen Einblick in den Schulalltag und die Erfahrungen und Entwicklungen in den vergangenen elf Jahren, seit sie die Schulleitung innehat, und legte dar, dass der Antrag von der Lehrerschaft und von der Elternschaft unterstützt werde. Sie berichtete von einer größer gewordenen Heterogenität unter den Schülern, einschließlich des Elternumfelds an der zweizügigen Grundschule.
Viele neue Einflussfaktoren bis hin zu einer digitalen Parallelwelt der Kinder erschwerten den Alltag. In manchen Familien sei eine veränderte Werteerziehung festzustellen. Durchschnittlich etwa 25 Kinder besuchten die einzelnen Unterrichtsklassen. Teilweise befänden sich die Kinder von 7 bis 17 Uhr in der Schule. Mehrere auffällige Kinder erschwerten den Schulbetrieb. Alle übrigen Kinder litten darunter.
Schwierige Elterngespräche
Die Schulleiterin erklärte, dass Schulsozialarbeit zwischenzeitlich an vielen Schulen Teil des Unterrichtsalltags sei, und erläutert das Aufgabenfeld, die Erfahrungen aus anderen Gemeinden. Sie legte dar, dass ein Schulsozialarbeiter anders als ein Lehrer von den Schülern und von der Elternschaft wahrgenommen werde und dadurch ein besonderes Vertrauensverhältnis aufbauen könne. Derzeit sei die Lehrerschaft häufig mit derartigen Aufgabestellungen belastet.
Die Schulleitung, die eigentlich letzte Instanz sein sollte, führe im Alltag schwierige Elterngespräche und löse viele Konflikte. Es bleibe sehr viel Zeit, die für andere Aufgaben aufgebracht werden müsste, auf der Strecke.
Erst Beratung, dann Beschluss
In der Beratung innerhalb des Gremiums wurden zahlreiche Fragen gestellt und Argumente ausgetauscht. Einzelne Ratsmitglieder wiesen darauf hin, dass die Einführung der Schulsozialarbeit mit der Schaffung einer Personalstelle in der Vergangenheit nicht wegen der fehlenden Überzeugung, sondern mit Blick auf die prekäre Haushaltslage der Gemeinde abgelehnt worden sei.
Aus der Mitte des Gremiums wurde der Wunsch geäußert, vor einer abschließenden Beschlussfassung zur Schulsozialarbeit außerhalb einer Gemeinderatssitzung eine Beratung zu führen. Dabei sollen neben der Schulleitung die Leitung der Kindertagesstätte sowie ein Schulsozialarbeiter eingeladen werden.
Betrachtet werden soll nicht allein die Grundschulzeit, sondern auch der Bereich der frühkindlichen Bildung in der Kindertageseinrichtung. Dies könnte weitere Erkenntnisse aufzeigen, wie auf geänderte Anforderungen reagiert werden könnte. Der Gemeinderat beschloss, die weitere Beratung und Beschlussfassung zu vertagen.
