Große IW-Studie
: Schulen, Ärzte, Freizeit - Rottweil und weitere Gemeinden in der Übersicht

Es ist eine spannende Auswertung: Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat die „Daseinsvorsorge“ in den Gemeinden unter die Lupe genommen. Wir schauen genauer hin.
Von
Corinne Otto
Oberndorf
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Auch das Thema Freizeit spielt im Ranking eine wichtige Rolle – ein schönes Freibad gibt natürlich Punkte (Archivbild).

Otto

Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Der neue IW-Gemeindecheck vergleicht laut eigener Aussage alle 10.817 Gemeinden Deutschlands.

Erstmals verknüpfe eine solche Untersuchung dabei eine aktuelle, kleinräumige und umfassende Datenbasis zu den Versorgungslagen auf Ebene von über 10.941 Gemeinden mit einer geocodierten Personenbefragung, so die IW.

17 Parameter aus den Bereichen Digitales, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung liegen der Erhebung zugrunde.

Die Platzierungen

Und wo landen nun Rottweil und die umliegenden Gemeinden in diesem Ranking? Die Tatsache, dass Rottweils Oberbürgermeister Christian Ruf kurz nach der Veröffentlichung der Zahlen die Platzierung stolz auf Facebook postete, lässt erahnen: Die Kreisstadt schneidet sehr gut ab.

Tatsächlich: Rang 519 von 10.817 im Gesamtranking – das kann sich sehen lassen. In den einzelnen Bereichen gibt es Unterschiede: Bei der Bildung liegt die Schulstadt Rottweil laut der IW-Auswertung auf Rang 531, bei der Gesundheit auf Rang 704, bei der auf Platz 1763, bei der Digitalisierung auf Rang 2422 und beim Thema Freizeit auf Rang 2090. Insgesamt gibt es ein „Sehr gut“.

Beim Blick ins Umland zeigt sich, dass das zu erwartende Gefälle zwischen Stadt und ländlicher Gemeinde zwar durchaus sichtbar ist – es aber auch Ausnahmen gibt.

Deißlingen ragt heraus

Hier ist Deißlingen zu nennen, das im Gesamtranking der Daseinsvorsorge auf Platz 376 und damit noch deutlich vor Rottweil landet. Für die Gemeinde gibt es ebenso ein „Sehr gut“ wie für Zimmern mit Platz 1413 und einem hervorstechenden guten Platz 574 im Bereich Gesundheit. Ein „gut“ erhält Villingendorf, das auf Platz 3.676 zu finden ist – in Sachen Bildung wird sogar Rang 1833 erzielt.

Im mittleren Bereich landet Dunningen mit Platz 5165. Dann geht es weiter nach unten. Als „schlecht“ bewertet die IW-Studie das Ergebnis in Wellendingen (Rang 6750) und Bösingen (6948). Hier schlagen insbesondere die Themen Digitalisierung und Gesundheit negativ zu Buche.

Dietingen bildet im Rottweiler Umland das Schlusslicht mit Platz 9281. Der Bereich Digitalisierung fällt hier mit Platz 9.783 besonders ins Auge.

Der Platz eins

Keine Gemeinde in Deutschland ist übrigens laut IW-Studie so gut versorgt wie das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar am Rande Münchens – mit Ärzten, Schulen und ÖPNV ebenso wie mit schnellem Internet und Freizeitangeboten.

Die verschiedenen Themenfelder hat auch unsere Redaktion bereits näher beleuchtet, und zwar beim großen Orts-Check 2024, für den wir eine große Leserumfrage gestartet haben.

Die Resonanz war riesig - die Ergebnisse finden Sie unter www.schwarzwaelder-bote.de/rottweil/ortscheck nochmal zum Nachlesen.

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