Schüleraustausch in Rottweil: Nur der Narrensprung bleibt ein Rätsel

Die chinesischen Austauschschüler mit der Neckarline im Hintergrund
Schule- Gegenbesuch aus Hangzhou: Eine Delegation besucht die Nell-Breuning-Schule in Rottweil.
- Chinesische Gäste leben in Gastfamilien und begleiten den Unterricht an WG, BTG und SG.
- Unterschiede im Schulalltag fallen auf – lockere Handyregeln, kein Aufstehen beim Sprechen.
- Programm zeigt Baden-Württemberg: Rottweil, Schwarzwald, Tübingen und Bodensee.
- Präsentationen zu Sport, Musik, Festen informieren, doch der Narrensprung bleibt rätselhaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem 29 Schüler und drei Lehrer der Nell-Breuning-Schule Rottweil im vergangenen Herbst eindrucksvolle Metropolen in China bereisen durften, stand nun das lang ersehnte Wiedersehen mit der Partnerschule aus Hangzhou an. Eine chinesische Delegation reiste zum Gegenbesuch nach Rottweil, um das Leben und Lernen im Südwesten Deutschlands hautnah kennenzulernen.
Die schwäbische Gastfreundschaft und der intensive kulturelle Austausch prägten eine Woche, die die Verbindung zwischen den Jugendlichen beider Nationen nachhaltig festigte. Ein zentraler Bestandteil des Austauschs war das Miterleben des deutschen Schulalltags.
Lockere Handyregeln in Deutschland
Landrat Christoph Keckeisen begrüßte am ersten Tag die Gäste an der Nell-Breuning-Schule. „Jung sein, leben und lernen in Deutschland ist schon ganz anders als in China“, sagte Siegmar Kettner, Leiter des Beruflichen Gymnasiums, bei der Willkommensfeier, und wünschte den chinesischen Schülern viel Freude dabei, im Laufe der Woche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken.
Die chinesischen Gäste waren in den Familien der NBS-Schüler untergebracht und begleiteten diese direkt in den Unterricht am WG, BTG und SG. Die chinesischen Lehrer und Schüler staunten nicht schlecht, dass Schüler in Deutschland nicht aufstehen, wenn sie etwas sagen möchten, und dass Handys in den Pausen erlaubt sind. Zuhause dagegen erhält man 14 Tage Schularrest, wenn man mit Handy erwischt wird.
Durch Präsentationen der deutschen Schüler zu den Themen Deutschland als Sportnation, Musik in Deutschland, sowie Feste und Bräuche in Deutschland, erfuhren die Austauschschüler noch mehr über die deutsche Kultur. Der Rottweiler Narrensprung blieb den chinesischen Gästen dabei allerdings doch rätselhaft. Die Organisatoren hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das den Gästen die Vielfalt Baden-Württembergs zeigte. So bewunderten die chinesischen Schüler und Lehrkräfte sowohl das historische Rottweil als auch das moderne Gesicht der Stadt mit der neu erbauten Hängebrücke.
Alte Häuschen, schiefe Dächer
„Ich hätte nicht gedacht, dass es solche alte Häuschen mit schiefen Dächern und winzigen Fenstern in Wirklichkeit gibt“, drückte eine chinesische Schülerin ihre Bewunderung für die historische Rottweiler Innenstadt aus. Weiterhin durfte ein Ausflug in den Schwarzwald mit Stationen in Triberg und am Titisee ebenso wenig fehlen wie eine historische Zeitreise zur Burg Hohenzollern. Auch die Universitätsstadt Tübingen stand auf dem Plan, wo die Gruppe bei einer traditionellen Stocherkahnfahrt auf dem Neckar die malerische Kulisse genoss.
Ein weiterer Höhepunkt führte die Delegation an den Bodensee. Mit einem feierlichen Abschlussfest ging der ereignisreiche Gegenbesuch zu Ende. Was bleibt, sind nicht nur volle Fotoalben, sondern vor allem neue Perspektiven, gegenseitiges Verständnis und eine gestärkte Freundschaft, die trotz der enormen geografischen Distanz weiter wachsen soll.
