Schockanruf in Rottweil: 85-Jährige fällt auf falschen Polizeibeamten herein

Ein Schockanruf in Rottweil zeigt, wie Betrüger ältere Menschen unter Druck setzen. Die Polizei gibt Tipps zum Schutz vor der Masche. (Symbolbild)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Betrüger erbeuteten in Rottweil bei einer 85-Jährigen Geld und Wertsachen im vierstelligen Bereich.
- Ein Mann gab sich als Krankenhausmitarbeiter aus und forderte 75.000 Euro für Medikamente.
- Danach meldete sich ein falscher Polizist – die Frau übergab die Wertsachen an einen Unbekannten.
- Die Kriminalpolizei Rottweil ermittelt. Hinweise an 0741/4770.
- Polizei warnt vor Schockanrufen: auflegen, Angehörige selbst kontaktieren und 110 wählen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine 85-jährige Frau ist in Rottweil Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Betrüger brachten die Seniorin am Mittwoch dazu, Bargeld und Wertgegenstände im vierstelligen Bereich an einen unbekannten Mann zu übergeben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am Mittwochmittag meldete sich laut Mitteilung der Polizei zunächst ein Mann telefonisch bei der Frau und gab sich als Mitarbeiter eines Krankenhauses aus. Er behauptete, die Tochter der 85-Jährigen sei wegen einer Darmkrebserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Für angeblich notwendige Medikamente müsse eine Summe von 75.000 Euro bezahlt werden. Zudem behauptete der Anrufer, der Schwiegersohn habe bereits 5.000 Euro angezahlt.
Nach dem Ende des Gesprächs rief ein weiterer Mann bei der Seniorin an und gab sich als Polizist aus. Er erklärte, der vorherige Anrufer sei ein Betrüger und die Polizei wolle ihn festnehmen. Schließlich gelang es dem falschen Polizeibeamten, die Frau zur Herausgabe von Bargeld und Wertgegenständen im vierstelligen Bereich zu bewegen. Sie übergab die Wertsachen an einen unbekannten Mann.
Die Kriminalpolizei Rottweil ermittelt in dem Fall. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0741/4770 bei der Polizei zu melden.
Präventionshinweise der Polizei
Die Polizei rät, bei einem Schockanruf sofort aufzulegen und den angeblich betroffenen Angehörigen über eine bekannte Telefonnummer selbst zu kontaktieren. Lassen sich Familienmitglieder nicht erreichen, sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und bei Vertrauenspersonen oder der Polizei Rat holen.
Wichtig ist, dass die Polizei und andere Amtsträger niemals Geld oder Wertsachen fordern. Wer einen verdächtigen Anruf von einem angeblichen Polizisten erhält, sollte auflegen und selbst die 110 wählen. Auch Warnungen von Bankmitarbeitern vor einem möglichen Betrug sollten ernst genommen werden.
Um sich besser vor solchen Anrufen zu schützen, empfiehlt die Polizei außerdem, den eigenen Telefonbucheintrag löschen zu lassen. Angehörige und Freunde sollten insbesondere ältere Menschen über die Betrugsmasche informieren. Weitere Tipps gibt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention.
