Schädling im Kreis Rottweil
: Achtung, Borkenkäfer-Alarm – was Waldbesitzer jetzt tun müssen

Hohe Temperaturen und langanhaltende Trockenheit sind ideale Brutbedingungen für Borkenkäfer. Das Forstamt Rottweil informiert, was Waldbesitzer jetzt tun müssen.
Von
red/pm
Kreis Rottweil
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Bohrmehl auf Brombeerblättern unter befallenen Fichten (Quelle Forstamt Rottweil)

Braunes Bohrmehl unter Fichten ist ein Anzeichen für einen Borkenkäfer-Befall.

Forstamt Rottweil
  • Borkenkäfer breiten sich im Kreis Rottweil aus – warme, trockene Witterung begünstigt sie.
  • Typische Hinweise: braunes Bohrmehl, Harztröpfchen, Spechtspuren und vergilbende Nadeln.
  • Auch Tannen sind betroffen, oft mit roten Nadeln; Kontrolle der Bestände ist Pflicht.
  • Befallenes Holz entfernen oder entrinden, Gipfelmaterial hacken, Verbrennen aktuell verboten.
  • Vor dem Zuschneiden von Stammholz: Rücksprache mit der Revierleitung empfohlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war lange warm und trocken, was ideale Bedingungen für die Vermehrung von Borkenkäfern bedeutet. Im ganzen Landkreis Rottweil ist der Befall von stehenden Bäumen nun zu sehen und darf nicht verpasst werden, wie das Landratsamt mitteilt.

Was trügt, sind noch leicht grüne Nadeln in der Krone. Hier kann trotzdem ein Befall vorliegen, vor allem wenn man folgende Kennzeichen sieht: braunes Bohrmehl auf der Rinde, unter Rindenschuppen, auf Spinnweben, am Stammfuß und auf Pflanzen in der Umgebung.

Kontrolle ist wichtig

Aber auch Harztröpfchen am Stamm, vor allem am Kronenansatz, von Spechten abgeschlagene Rindenstücke oder verblassend fahl-grün werdende bis vergilbende Nadeln können Anzeichen sein, wie das Landratsamt erklärt. Tannen sind auch oft von Tannenborkenkäfern befallen, was sich dann durch rote Nadeln zeigt.

Damit keine Gefahr für Nachbargrundstücke ausgeht, müssten alle Waldbesitzer ihre Wälder eigenverantwortlich kontrollieren und sich um die Holzaufarbeitung kümmern. „Die Forstverwaltung und die örtlichen Forstrevierleitungen überwachen die Einhaltung dieser Regelungen und schreiten bei Verstößen ein“, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

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Rücksprache mit Revierleitung

Bei der Aufarbeitung müsse an Folgendes gedacht werden: Gipfelmaterial sei ebenfalls Brutmaterial für Borkenkäfer und müsse entfernt werden. Weil aktuell aufgrund der Waldbrandgefahr ein Verbrennen des Materials nicht zulässig sei, sollte es deshalb gehackt oder klein geschnitten werden.

Befallenes Holz müsse aus dem Wald entfernt oder entrindet werden, bevor die Jungkäfer ausfliegen können. Vom Borkenkäfer befallene Tannen seien genauso zu behandeln wie befallene Fichten.

Soll Stammholz verkauft werden, sollte die Menge mindestens 15 oder besser 30 Festmeter betragen. Bevor man das Holz auf Länge sägt, wird eine Rücksprache mit der örtlichen Revierleitung dringend empfohlen, um die optimale Aushaltung für den Holzverkauf zu finden, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

Können Waldbesitzer die erforderlichen Maßnahmen nicht selbst durchführen, kann die Betreuung der örtlich zuständigen Revierleitenden in Anspruch genommen werden. Die Kontaktdaten sind unter www.landkreis-rottweil.de/forstamt zu finden.