Preis für Rottweil
: Die Stadt Rottweil ist Auslober des Jahres

Die Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW) hat die Auszeichnung „Auslober des Jahres 2024“ an die Stadt Rottweil verliehen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Stephan Weber (von links), Gabriele Schneider und Björn Claussen bei der Preisverleihung

AKBW / Jan Potente/AKBW / Jan Potente

Das gute Wettbewerbsklima in der Stadt Rottweil und der Anspruch, mithilfe von Architekturwettbewerben einen Mehrwert für die Stadt und ihre Bürger zu schaffen, soll mit der Auszeichnung gewürdigt werden. „Die Stadt Rottweil hat bei zahlreichen Projekten wie zuletzt bei der Landesgartenschau-Brücke, beim landschaftsarchitektonischen Wettbewerb für die Gartenschau sowie beim Neubau des Parkhauses Zentrum oder beim Entwurf einer neuen Sporthalle auf dem Schulcampus stets auf Wettbewerbe gesetzt und damit sehr gute Ergebnisse erzielt, die nicht zuletzt auch zur Akzeptanz in der Bevölkerung beitragen“, betonte Oberbürgermeister Christian Ruf in einer ersten Reaktion.

Gemeinsam mit vielen weiteren Partnern sei es gelungen, in der Stadt ein positives Klima für Architekturwettbewerbe zu schaffen, was dem städtebaulichen Gesamtbild unserer Stadt zugutekomme. Zudem kooperiere die Stadt Rottweil mit privaten Bauträgern und setzte auch hier bereits wiederholt auf Gestaltungwettbewerbe, etwa beim städtebaulich sensiblen Vorhaben in der Hinteren Höllgasse oder bei der Neubebauung des ehemaligen Breucha-Areals.

Gutes Wettbewerbsklima

Den Preis in Stuttgart nahm Stadträtin Gabriele Schneider als ehrenamtliche Stellvertreterin des OBs entgegen, der terminlich verhindert war.

AKBW-Vizepräsident Stephan Weber lobte bei der Übergabe der Urkunde das gute Wettbewerbsklima in der Stadt. Als prominentes Beispiel hob er die JVA hervor, wo seit Juni 2023 die Bagger rollen: Der Siegerentwurf sei in einem zweiphasigen interdisziplinären Wettbewerb gefunden worden. Dem Planungsprozess waren zudem ein Bürgerentscheid und eine umfassende Bürgerbeteiligung vorausgegangen. Auch bei anderen Bauaufgaben habe Rottweil gutes Gespür für angemessene Prozesse und maßgeschneiderte Verfahren gezeigt, sagte Weber und ergänzte: „Ob Sporthalle, Landratsamt, Berufsschulzentrum oder auch die Landesgartenschau 2028 mit ihrer Gartenschaubrücke: stets erfolgt die Suche nach der besten Lösung über Planungswettbewerbe, zumeist interdisziplinär, d. h. verschiedene Fachrichtungen wie Stadtplanung, Architektur, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik arbeiten von Beginn an zusammen.“ Auch als Bauherrin habe sich die Stadt Rottweil verdient gemacht, indem sie beispielhaft für eine qualitätvolle Umsetzung der Wettbewerbsentscheidungen sorgte.

Neuem aufgeschlossen

Stadträtin Gabriele Schneider sagte: „Nun ist Rottweil ja bekanntlich die älteste Stadt Baden-Württembergs, aber trotzdem dem Neuen aufgeschlossen. Das gilt auch beim Vergaberecht, das die Auftraggeberseite ja mittlerweile zu einer gewissen Virtuosität geradezu nötigt, wenn man alle Regularien einhalten und trotzdem – oder gerade deswegen – ein exzellentes Ergebnis erhalten will.“

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