Neue Zahlen liegen vor: Im Kreis Rottweil versorgt ein Zahnarzt jeweils 1428 Einwohner

Eine Zahnarzthelferin führt an einer Patientin eine Zahnreinigung durch (Archivbild).
Rolf Vennenbernd/dpa- KZV BW meldet: flächendeckende zahnärztliche Versorgung bleibt auch 2026 gesichert.
- In Baden-Württemberg kommen rechnerisch 1318 Einwohner auf einen Vertragszahnarzt.
- Kreis Rottweil: 98 Zahnärzte, Verhältnis 1 zu 1428, Versorgungsgrad bei 95,3 Prozent.
- Umfragen bestätigen hohe Qualität: 88 Prozent großes Vertrauen, 93 Prozent zufrieden.
- KZV warnt vor rückläufigen Praxisstandorten – Bürokratieabbau als zentrale Forderung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die vertragszahnärztliche Versorgung in Baden-Württemberg ist auch 2026 flächendeckend sichergestellt. Das jedenfalls zeigt der jetzt veröffentlichte Versorgungsbericht der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW).
Trotz regionaler Unterschiede beim Versorgungsgrad bestehe derzeit in keinem Stadt- oder Landkreis weder eine Unterversorgung noch die Gefahr einer Unterversorgung, teilt die KZV mit. Gleichzeitig mache der Bericht eines deutlich: Damit dieses hohe Versorgungsniveau dauerhaft erhalten bleibt, seien gezielte gesundheitspolitische Weichenstellungen erforderlich.
„Dass die Menschen im Land nach wie vor auf eine flächendeckende, qualitativ hochwertige zahnärztliche Versorgung in Wohnortnähe vertrauen können, ist eine wichtige Botschaft. Sie ist verbunden mit dem Auftrag, uns auf politischer Ebene für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Praxen starkzumachen“, so der Vorstand der KZV BW mit Torsten Tomppert, Peter Riedel und Christian Finster. Der jährlich erscheinende Versorgungsbericht hat sich als wichtiges Serviceinstrument bewährt. Er hilft dabei, die regionale Versorgungssituation transparent zu machen.
Auf einen Vertragszahnarzt in Baden-Württemberg kommen demnach rechnerisch 1318 Einwohner. Im Landkreis Rottweil wird die zahnmedizinische Versorgung aktuell von 98 Zahnärzten sichergestellt. Dies entspricht laut Mitteilung einem Betreuungsverhältnis von einem Zahnarzt auf 1428 Einwohner. Der Versorgungsgrad im Landkreis Rottweil liegt bei 95,3 Prozent.
Hohe Qualität der zahnärztlichen Versorgung
Eine im März 2026 von der KZV Baden-Württemberg gemeinsam mit einem renommierten Marktforschungsinstitut durchgeführte und im Versorgungsbericht abgebildete bevölkerungsrepräsentative Befragung unter 1001 gesetzlich und privat Versicherten bestätigt die hohe Qualität der zahnärztlichen Versorgung im Land.
88 Prozent der Versicherten haben demzufolge „großes oder sehr großes Vertrauen in die fachlichen Fähigkeiten ihrer Zahnärztin beziehungsweise ihres Zahnarztes, 93 Prozent sind zufrieden bis äußerst zufrieden“, heißt es in der Mitteilung.
Gleichzeitig werden die gute Erreichbarkeit der Praxen, kurze Wartezeiten, sowohl bei der Terminvergabe als auch in der Praxis, sowie die intensive Nutzung präventiver Angebote als besondere Stärken der ambulanten Versorgung bewertet. Bemerkenswert ist zudem, dass sich bei der Bewertung der Versorgung kaum Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten zeigen.
Entwicklung macht Sorgen
Auch wenn die zahnärztliche Versorgung in Baden-Württemberg derzeit flächendeckend gesichert ist, zeichnen sich laut KZV besorgniserregende Entwicklungen ab. Insbesondere der fortschreitende Rückgang der Praxisstandorte macht deutlich, dass die vertragszahnärztliche Versorgung unter erheblichem Druck steht.
Zwar bleibt die Einzelpraxis mit 3613 Einrichtungen weiterhin das Fundament der Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, ihre Zahl geht jedoch seit Jahren zurück. „Es gehört zu unserem gesetzlichen Auftrag, auf Fehlentwicklungen hinzuweisen und Lösungen aufzuzeigen, mit denen die Rahmenbedingungen für die vertragszahnärztlichen Praxen verbessert werden können“, so der Vorstand der KZV BW. „Ganz oben auf unserer Agenda steht der Abbau unnötiger Bürokratie. Jede Stunde, die Praxisteams mit überflüssigen Verwaltungsaufgaben verbringen, fehlt bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten.“