Neubau Landratsamt Rottweil: Hilft Sieben-Meter-LED-Wand sogar im Katastrophenfall?

Am Landratsamts-Hochhaus nagt der Abrissbagger.
SchuggDer Neubau des Landratsamtes in Rottweil und die dazugehörige Einrichtung des Sitzungssaals schlugen bereits nach der Sitzung im März hohe Wellen. Nun legte sich der Kreistag fest, wie ein Teil der Medientechnik im Verwaltungsgebäude künftig aussehen soll.
Laut Verwaltung sei dies aus baulichen Gesichtspunkten in diesem frühen Stadium notwendig. Es geht darum, ob ein Beamer oder eine LED-Wand in den Sitzungssälen eingebaut werden soll. Bei der LED-Variante wurde auch über die genaue Größe entschieden.
Keine Abdunklung nötig
Dieter Plew vom beauftragten Medienbüro p2 beschrieb die Vor- und Nachteile beider Techniken. Ein System mit Beamer benötige stets eine Abdunklung, was bei der LED-Wand in diesem Maße nicht erforderlich wäre.
Auch die weitere technische Ausstattung, wie zum Beispiel die Lautsprecheranlage, wurde diskutiert. Thomas Haas (FWV) stellte klar, dass die Räumlichkeiten für Sitzungen gedacht seien – und „nicht für ein Heavy-Metal-Konzert“. Kreisrätin Sonja Rajsp-Lauer (Grüne) schlug vor, die Räumlichkeiten in Zukunft eventuell auch für Tagungen zu vermieten.
Saal dient dann als Koordinationszentrale
Landrat Wolf-Rüdiger Michel betonte, dass der neueste Stand der Technik auch im Katastrophenfall vonnöten sei. Denn der Sitzungssaal soll in solchen Fällen dem Führungsstab als Koordinationszentrale dienen.
Nach einer Diskussion über die verschiedenen Varianten einigte sich das Gremium auf die große LED-Wand mit doppelter Anzeige. Deren Maße betragen 7,30 Meter auf 2,06 Meter. Bei der gesamten technischen Ausstattung der beiden Sitzungssäle, inklusive Lautsprecheranlage, Kameraequipment und Mikrofonanlagen, wird mit einem Investitionsvolumen von circa 475 000 Euro gerechnet. Marcus Türk (CDU) betonte, dass seine Fraktion weiterhin die günstigere Beamer-Variante bevorzuge und so stimmte seine Fraktion gegen den Beschluss.
Neues beim Parkhaus
Außerdem informierte das Planungsbüro über eine veränderte Ausführung des Parkhausneubaus. Aufgrund eines Schallschutzgutachtens muss die Ostfassade zu 65 Prozent geschlossen ausgeführt werden. Dennoch soll sie begrünt werden, um sich in das Gesamtkonzept einzufügen. Der Kreistag stimmte der überarbeitenden Ausführung einstimmig zu.