Narrenbaum-Tragik
: Eowyn, eine starke Frau, verändert das Deißlinger Ortsbild

Der Deißlinger Narrenbaum wird in diesem Jahr nicht mehr aufgestellt, teilte die Zunft schweren Herzens mit.
Von
(red)
Oberndorf
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Und immer wieder – sogar ohne Narrenbaum – geht in Deißlingen die Sonne auf.

Reinhardt

Die Deißlinger Narrenzunft begründet dieses Vorgehen wie folgt: „Am Sonntag konnten wir unter großer Beteiligung der Narren und der Bevölkerung zum 26. Mal das traditionelle Narrenbaumstellen durchführen. Leider hat der Sturm ‚Eowyn‘ in der Nacht auf Montag sehr stark im Ortszentrum gewütet. Dabei brach die Spitze des Baumes ab. Dies ist umso erstaunlicher, da die Baumspitze zusätzlich mit Schrauben befestigt war.“

Die Zunft hätte die Situation in einer Arbeitsgruppe mit den Beteiligten analysiert. Fazit: Aufgrund der Schäden am Baum könne nicht völlig ausgeschlossen werden, dass die Standsicherheit des Baumes beeinträchtigt worden sei und es beim nächsten Sturm zu weiteren Problemen kommen könnte. Auch wenn das Restrisiko nicht allzu hoch erscheine, müsse die Zunft vorausschauend und vernünftig handeln, um die Sicherheit aller Bürger zu gewährleisten. „Deshalb haben wir uns entschlossen, den Narrenbaum wieder zu entfernen.“

Aufwand für Versuch zwei zu hoch

Eine erneute Aufstellung in dieser Saison sei nicht möglich, da der Aufwand für Genehmigungen und Vorbereitungen viel zu hoch wäre.

„Es ist uns nicht leichtgefallen auf diese liebgewonnen Tradition zu verzichten,aber die Sicherheit geht vor. Wir werden im Frühjahr nach einer Lösung suchen, um das Aufstellen der Bäume gefahrlos fortsetzen zu können und bitten um Verständnis.“

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