Nacht des offenen Denkmals in Rottweil: „Denkmalpflege beginnt mit dem Erhalt“

Restauratoren zeigen wie im Handwerk historische Konstruktionen, Materialien und Oberflächen untersucht und Schäden beurteilen sowie individuelle Reparatur- und Restaurierungskonzepte entwickelt werden.
Holzmanufaktur- Restauratoren im Handwerk zeigen Praxis zu Erhalt, Reparatur und Restaurierung historischer Bauten.
- Die Holzmanufaktur Rottweil präsentiert Forschung zu Bestandserhalt, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft.
- Rundgang in der ehemaligen Pulverfabrik: historische Fenster wurden erhalten, repariert und energetisch ertüchtigt.
- Offene Schauwerkstatt im „Oberen Soolbad“ mit Film „Wie man ein Holzfenster restauriert“ aus der SWR-Reihe.
- Nacht des offenen Denkmals am Samstag, 12. September: zahlreiche Denkmale öffnen, Hängebrücke illuminiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Veranstaltungsreihe „Tage der Restauratoren im Handwerk“ möchte für die Bedeutung der Denkmalpflege sensibilisieren und gleichzeitig einen Einblick in die tägliche Praxis der Restaurierung und Reparatur im Handwerk geben.
Auch die Holzmanufaktur Rottweil beteiligt sich an der Veranstaltungsreihe und gibt Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um Bestandserhalt, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Vorgestellt werden Erkenntnisse aus nationalen und internationalen Forschungsvorhaben, Untersuchungen zum Erhalt historischer Fassaden sowie Methoden zur Bilanzierung von Sanierungsmaßnahmen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus Architektur und Planung, Energieberater, Denkmalpfleger und Bauherrschaften sowie an alle, die sich mit der Zukunft des Bauens im Bestand beschäftigen. Fortbildungspunkte bei der Architektenkammer sind bestätigt.
Die ehemalige Rottweiler Pulverfabrik zeigt beispielhaft, welches Potenzial im Weiterbauen mit dem Bestand liegt. Bei einem geführten Rundgang – Start ist bei der Holzmanufaktur, Neckartal 161, besuchen die Teilnehmer ausgewählte Gebäude und betrachten, wie historische Fenster erhalten, repariert und energetisch ertüchtigt wurden. Dabei geht es auch um die Entwicklung des gesamten Industrieareals und die Frage, wie sich Denkmalschutz und neue Nutzung miteinander verbinden lassen.
Blick in die Praxis
In einer offenen Schauwerkstatt zeigt die Holzmanufaktur Rottweil, wie historische Holzfenster instand gesetzt und für die weitere Nutzung vorbereitet werden. Besuchende können den Fachleuten über die Schulter schauen und Fragen zu Vorgehensweise, Werkzeugen und Materialien stellen. Am Veranstaltungsort für diesen zweiten Termin, dem „Oberen Soolbad“ in der historischen Rottweiler Innenstadt, restaurierte die Holzmanufaktur bereits ein Musterfenster. Die Arbeiten wurden für die SWR-Reihe „Handwerkskunst“ filmisch begleitet. Der Beitrag „Wie man ein Holzfenster restauriert“ wird während der Schauwerkstatt fortlaufend gezeigt und ergänzt die praktischen Vorführungen. Die Veranstaltung ist Teil der Nacht des offenen Denkmals, der landesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals.
Im Dachverband der Restauratoren im Handwerk (DRH) sind über 900 Restauratoren aus 19 Gewerken organisiert – „Menschen, die mit Fachwissen, Leidenschaft und Präzision das bewahren, was unsere Bau- und Kulturgeschichte einzigartig macht“, so die Veranstalter.
Anmeldung zu den Veranstaltungen
- Fenster erzählen Geschichte: Am Samstag, 12. September, von 14 bis 16 Uhr in der Holzmanufaktur Rottweil, Neckartal 161.
- Denkmalschutz live – wie historische Fenster weiterleben: Am Samstag, 12. September, von 18 bis 22 Uhr in der Oberamteigasse 10, Oberes Soolbad.
- Die Nacht des offenen Denkmals am Samstag, 12. September: In der Rottweiler Innenstadt werden an diesem Abend ab 18 Uhr zahlreiche wichtige infrastrukturelle Denkmale öffnen, wie Brücken, Türme, Rathäuser, Museen und Kirchen. Genauere Informationen zur Nacht des offenen Denkmals gibt es unter www.denkmalpflege-bw.de.
Bei der Nacht des offenen Denkmals wird die Hängebrücke illuminiert und begehbar sein, um den Gästen den Blick auf die älteste Stadt Baden-Württembergs bei Abendlicht zu ermöglichen und so selbst zum Teil des NetzWERKS aus Geschichte, Infrastruktur und Erlebnis zu werden.
