Kreis Rottweil: Sorge um die Biogasanlagen im Kreis

Biogasanlagen in Not.
dpaDie Sorgen und Nöte der Biogasanlagenbetreiber in Baden-Württemberg sind groß. Vor etwa 20 Jahren wurden die Anlagen massiv gefördert, was zur Folge hatte, dass in den 2000er Jahren viele Anlagen errichtet wurden. Viele von Ihnen stehen in absehbarer Zukunft unter aktuellen Rahmenbedingungen vor dem Aus.
Der Grund dafür ist das Auslaufen der garantierten 20-Jährigen Einspeisevergütung sowie die geringe Chance, aufgrund des niedrigen und weiter abnehmenden Ausschreibungsvolumens, eine Anschlussförderung zu erhalten.
1032 Biogasanlagen in Baden-Württemberg
Stefan Teufel, Rottweiler Landtagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion äußert sich dazu: „In Baden-Württemberg stehen derzeit 1032 landwirtschaftliche Biogasanlagen, 28 davon in meinem Landkreis. Zusammen leisten die Anlagen in Baden-Württemberg einen Anteil an der Stromerzeugung von 5,4 Prozent und einen Anteil von 3,3 Prozent an der Gesamtwärmeerzeugung.“
Optimierung der Anlagen
Somit werde nach wie vor ein relevanten Beitrag zum Ausgleich fluktuierender, erneuerbarer Energieträger geleistet, sagt der Landtagsabgeordnete. Und dafür müssen die bestehenden Anlagen erhalten, qualitativ optimieren und in begrenztem Umfang sogar neue, insbesondere Kleingülleanlagen errichtet werden.
Würde das Aus bedeuten
Vor diesem Hintergrund sei es für ihn nicht nachvollziehbar, warum das Ausschreibungsvolumen perspektivisch so gewählt werde, dass einige Anlagen keine Anschlussförderung mehr erhalten. Laut Stefan Teufel, sei für die CDU-Fraktion daher klar, dass sie den Biogasanlagen im Land bestmöglich zur Seite stehen werden: „Das begann bereits damit, uns intensiv für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, eine Erhöhung des Ausschreibungsvolumen und eine Erhöhung des Flexibilisierungszuschlages gegenüber der Bundesregierung stark zu machen. Ohne den Bund wird es in dieser Frage nämlich nicht funktionieren.“
Zusammenarbeit mit anderen
Im Rahmen der landesweiten Biogasstrategie arbeite man, so Teufel, weiterhin eng zusammen mit den anderen Ländern, der Wissenschaft, Verbänden, Anlagenbetreibern und Kammern , um die Anlagen wo und wie es nur gehe zu unterstützen.