Konzert in Dunningen
: Kirchenkonzert des Kirchenchores St. Martinus Dunningen

Ein beeindruckendes Konzerterlebnis bereiteten am Sonntagabend der Dunninger Kirchenchor St. Martinus und das Orchester Cappella Vivace unter der Leitung von Peter Auginski den Zuhörern in der St.-Martinus-Kirche.
Von
red/pm
Dunningen
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Der Kirchenchor St. Martinus in Dunningen

Der Kirchenchor St. Martinus in Dunningen

Marianne Koletzki
  • Kirchenchor St. Martinus und Cappella Vivace gestalteten ein „Historisches Konzert um 1850“.
  • Ort war die St.-Martinus-Kirche in Dunningen, das Konzert fand am Sonntagabend statt.
  • Programm folgte dem Kirchenjahr – Pfarrer Michael Ott las zu jeder Zeit biblische Impulse.
  • Werke von Karl Pichler, Simon Sechter und Franz Xaver Gruber standen im Mittelpunkt.
  • Chor und Orchester überzeugten mit vollem Klang, klarer Diktion und einfühlsamem Spiel.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Viele Besucher wollten sich das „Historische Konzert um 1850“ nicht entgehen lassen. Längst Vergangenes und heute Selbstverständliches war irgendwann einmal neu und ungewohnt. Hochinteressant war deshalb die in diesem Konzert vorgenommene Zeitreise nach Dunningen – in die Mitte des 19. Jahrhunderts: Gespielt und gesungen wurde damals Musik, die speziell für Chöre auf dem Lande komponiert wurde – für sogenannte „kleine Verhältnisse“ also. Ein Programmheft ergänzte die „klingende Kulturgeschichte“ dieses Abends.

Die bemerkenswerte Programm-Idee von Peter Auginski ging dahin, den Verlauf des Kirchenjahres im Stil eines Volks-Oratoriums vor dem inneren Auge der Zuhörer nachzuvollziehen: Die Zuhörer waren von Anfang bis Ende gespannt dabei. Pfarrer Michael Ott trug zu Beginn jeder kirchlichen Jahreszeit geistliche Impulse aus Bibeltexten vor.

Alles andere als bedeutungslos

Karl Pichler, Simon Sechter und Franz Xaver Gruber hießen die Komponisten des Konzerts – Namen, die heute nur noch Kennern der Musikgeschichte geläufig sind. Aber Ihre Musik ist alles andere als bedeutungslos, wie sich im Verlauf des Konzerts zeigte.

So gelang es Karl Pichler mit seinen „Volksweisen deutscher Kirchenlieder“ für das Kirchenjahr, den Charakter und die Stimmung der jeweiligen Zeit, von Advent bis Allerheiligen, musikalisch einzufangen. Das war „romantisch“ – und damals neu. Ebenfalls „romantisch“ ist auch der Rückgriff auf vergangene Zeiten, den Simon Sechter mit seinem Lebenswerk von 4000 Fugen vornahm. Die Themen für die Fugen in diesem Konzert nahm er aus den vorher gesungenen „Geistlichen Volksweisen“. Das Orchester Cappella Vivace interpretierte mehrere dieser speziellen Fugen  einfühlsam und auf hohem spielerischen Niveau.

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Mit vollem Chorklang

Der Kirchenchor, verstärkt durch Sängerinnen aus Lauterbach und Tennenbronn, überzeugte mit vollem Chorklang, gekrönt von einem leuchtenden Sopran. Hervorzuheben wäre auch, wie eindrucksvoll es ihm gelang, den Intentionen von Peter Auginski zu folgen und in deutlicher Textverständlichkeit den Charakter jedes einzelnen Liedes – sei es dramatisch, innig oder festlich – genau zu treffen und so die Hörer immer wieder neu zu fesseln.

Das Musikprogramm verlangte von den Ausführenden Flexibilität und Klangphantasie. Gerade in der vermeintlichen Leichtigkeit der volkstümlichen Kompositionen liegen nicht geringe künstlerische Herausforderungen, die Chor und Orchester, von Peter Auginski souverän geleitet, mit großem Engagement und einfühlsamer Spielfreude beeindruckend meisterten.