Kommunalpolitik in Rottweil: Teufel lobt die Landarztquote als eine Erfolgsgeschichte

Die Rottweiler CDU-Vorsitzende Miriam Kammerer und der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel diskutieren mit Blick auf die Landtagswahl im nächsten Jahr.
BaumgartnerDie Rottweiler CDU traf sich mit dem Landtagsabgeordneten und CDU-Kreisvorsitzenden Stefan Teufel, um die Vorbereitungen für die am 8. März 2026 stattfindende Landtagswahl anlaufen zu lassen.
Teufel skizzierte Themenschwerpunkte, die „das Potenzial für eine Wahlentscheidung“ haben könnten. An erster Stelle stünden die Wirtschaftslage und die Sorge um die Arbeitsplätze. Bei seinen zahlreichen Unternehmensbesuchen werde vielfach von einer unbefriedigenden Auftragslage berichtet. Deshalb seien vor allem konjunkturelle Impulse, aber auch Fortschritte bei der Entbürokratisierung geboten. Als zweites gehe es darum, Migrationsprobleme in den Griff zu bekommen.
Konjunkturelle Impulse
Der Abgeordnete wies zudem darauf hin, dass es Bereiche gebe, die aus gutem Grund nicht direkt staatlich beeinflussbar sein. Etwa im Gesundheitswesen habe die Kassenärztliche Vereinigung als Selbstverwaltungskörperschaft der Ärzte eigene Kompetenzen, in die der Staat nicht ohne triftigen Grund oder ohne Änderung der Gesetzeslage eingreifen dürfe. Auch Kostenregelungen würden oft in direkten Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Trägern der Gesundheitsversorgung oder ihren Verbänden getroffen.
Da in der Diskussion Probleme mit der ärztlichen Versorgung angesprochen wurden, wies Teufel auf die Landarztquote hin. Damit würden seit 2021 jährlich 75 Studienplätze in der Medizin an solche Studenten vergeben, die sich verpflichten, nach dem Ende des Studiums zehn Jahre lang in einem unterversorgten Gebiet hausärztlich tätig zu sein. Dies sei eine absolute Erfolgsgeschichte, die die CDU-Landtagsfraktion gegen große Widerstände durchgesetzt habe, wofür er sich auch ganz persönlich sehr engagiert habe.