Karrais nimmt Stellung
: Kugelbahn-Streit - Argumente der Anwohner „nicht haltbar“

Die geplante Kugelbahn mit zehn Anlagen am Hochturm erhitzt die Gemüter. Jetzt äußert sich ein Stadtrat zu den Vorwürfen einer Anwohnerin.
Von
red/pm
Rottweil
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Zehn lange Kugelbahnen sollen am HOchturm in Rottweil entstehen.

Zehn lange Kugelbahnen sollen am Hochturm in Rottweil entstehen.

Hochkant GmbH
  • Streit um geplante Kugelbahn am Hochturm in Rottweil – zehn Bahnen sind vorgesehen.
  • FDP-Stadtrat Daniel Karrais weist Vorwürfe mangelnder Anhörung der Anwohner zurück.
  • Sachfragen seien beantwortet worden, doch es gab laut Karrais keine stichhaltigen Gegenargumente.
  • Hinweise auf seltene Vögel, steigenden Cannabiskonsum oder absterbende Bäume hält er für unbelegt.
  • Der Gemeinderat hörte die Bürger an und entschied anschließend über das Projekt einstimmig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf die Vorwürfe, Anwohner seien in der Gemeinderatssitzung nicht richtig gehört worden und man habe ihre Argumente und Anliegen einfach dankend übergangen, reagiert nun FDP-Stadtrat Daniel Karrais mit einem Statement.

Den Leserbrief von Angela Imdahl könne er so als Stadtrat  nicht stehen lassen, schreibt Karrais. „Anders als dargestellt, wurde sehr wohl auf die sachlichen Fragen der Einwohner in Sachen Kugelbahn eingegangen. Allerdings kann man auch nicht jeden konstruierten Bezug auf frei herangezogene Gesetzesstellen oder DIN-Normen ausführlich und umfassend kommentieren und die Grundlagen des Baurechts erläutern“, sagt er.

Der Gemeinderat sei kein Jura- oder Baurechtsseminar. Es sei von den Anwohnern kein einziges stichhaltiges Argument vorgetragen worden, das eine Ablehnung oder ein vertieftes Hinterfragen des Kugelbahnprojektes gerechtfertigt hätte. „Konstruktive Vorschläge gab es nicht“, resümiert Karrais.

Und er erklärt: „Alle Ratsmitglieder akzeptieren und respektieren die Meinung der Anwohner, dass sie eine Kugelbahn in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nicht wünschen. Entsprechenden Statements wurde sehr viel Raum gegeben und mehrfach gefragt, ob es noch weitere Wortmeldungen der Bürger gibt. Die aufgeworfenen Fragen erschienen aber eher wie der verzweifelte Versuch, die aus persönlichem Empfinden heraus getroffene Ablehnung des Projektes durch Sachargumente zu unterfüttern.“

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Plötzlich seltene Vogelarten

Seltene Vogelarten und großen Artenreichtum in dieses innerstädtische Gebiet „hereinzureden“ sei „in keiner Weise glaubwürdig und haltbar“. Auch sei zu bezweifeln, dass Kinder als Hauptnutzer einer Kugelbahn den Cannabiskonsum in dem Gebiet nach oben treiben oder deshalb Bäume absterben.

Gemeinderat entschied einstimmig

Zum Vorwurf, dass nur eine „Simulation von Demokratie“ stattfinde, sagt Karrais, dies sei   vermessen. „Der Rat hat sich etwa eine Stunde Zeit genommen, um die Bürger anzuhören. Demokratie bedeutet aber nicht, dass sobald einer etwas gegen ein Vorhaben hat, dieses nicht mehr realisiert werden darf. Demokratie bedeutet, dass jeder seine Position vortragen darf, versucht, andere davon zu überzeugen und die dazu gewählten Vertreter auf Grundlage verschiedener Positionen eine Entscheidung treffen. Das hat der Gemeinderat getan – einstimmig.“