JVA-Neubau in Rottweil
: Neues Großgefängnis - die Feuerwehr übt schon

Die „Begleitgruppe JVA“ erhielt in Rottweil Einblicke in den aktuellen Baufortschritt und die Vorbereitungen für den künftigen Justizbetrieb.
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(red/pm)
Rottweil
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Mitglieder der Begleitgruppe JVA informierten sich bei einem erneuten Besuch über den aktuellen Baufortschritt der neuen Justizvollzugsanstalt im Rottweiler Esch.

Bossert
  • Neubau der JVA Rottweil: 18 Gebäude stehen, der Betrieb wird parallel vorbereitet.
  • Feuerwehr übt bereits auf dem Gelände – Sicherheits- und Rettungsabläufe werden erprobt.
  • Begleitgruppe JVA begleitete Planung seit 2015, Bürgeranregungen prägen etwa die Außenmauer.
  • Künftige Leiterin Stefanie Hörter plant Abläufe, trotz Tätigkeit in der Innenstadt-JVA.
  • Die neue Anstalt bietet 502 Haftplätze und rund 350 Arbeitsplätze, Inbetriebnahme ab 2029.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Auf der Großbaustelle der neuen Justizvollzugsanstalt (JVA) auf dem Rottweiler Esch schreiten die Arbeiten weiter voran. Die Gebäude, insgesamt 18, stehen inzwischen, und auch die Vorbereitungen für den späteren Betrieb werden immer konkreter.

Bei einer erneuten Baustellenbesichtigung informierten sich die Mitglieder der Begleitgruppe JVA über den aktuellen Baufortschritt und die weiteren Schritte bis zur Inbetriebnahme. Dabei wurde deutlich, dass parallel zu den Bauarbeiten bereits umfangreiche organisatorische und sicherheitstechnische Vorbereitungen laufen.

Neben den Hafteinheiten entstehen unter anderem Werkstätten, Ausbildungs- und Beschäftigungseinrichtungen sowie eine Großküche.

Auch die Ergebnisse der frühzeitigen Bürgerbeteiligung lassen sich inzwischen vor Ort erkennen. So hatte sich die Begleitgruppe beispielsweis bereits während der Planungsphase mit der farblichen Gestaltung der Außenmauer beschäftigt und entsprechende Vorschläge eingebracht.

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Die Bürgerwünsche

Die Umsetzung dieser Anregungen wird nun auf der Baustelle sichtbar. „Das zeigt ganz konkret, dass die Beteiligung der Bürgerschaft nicht nur auf dem Papier stattgefunden hat. Die Anregungen aus der Begleitgruppe haben Eingang in die Planung gefunden und prägen heute sichtbar das Erscheinungsbild der neuen Anstalt“, betonte Oberbürgermeister Christian Ruf.

Feuerwehr übt

Dass die Vorbereitungen längst über die eigentlichen Bauarbeiten hinausgehen, zeigt sich auch bei den Sicherheits- und Rettungsabläufen. So konnte die Feuerwehr das Gelände bereits für Übungen nutzen und sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen.

Auch die künftige Leiterin der neuen JVA, Stefanie Hörter, beschäftigt sich schon heute intensiv mit den organisatorischen Abläufen und Einsatzplanungen. Obwohl sie derzeit noch an der bestehenden Justizvollzugsanstalt in der Rottweiler Innenstadt tätig ist, muss sie sich bereits mit den Anforderungen des deutlich größeren neuen Standorts auseinandersetzen.

„Ein Projekt dieser Größenordnung verlangt nicht nur eine sorgfältige bauliche Umsetzung. Auch die Abläufe und das Zusammenspiel der beteiligten Stellen müssen frühzeitig vorbereitet werden“, so Stefanie Hörter. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie weit das Projekt inzwischen fortgeschritten ist und wie viele Vorbereitungen bereits im Hintergrund stattfinden.“

Die Begleitgruppe JVA wurde im Vorfeld des Bürgerentscheids 2015 eingerichtet und begleitet das Projekt seither kontinuierlich. Neben Vertretern der Stadtverwaltung und des Landes gehören ihr Mitglieder des Gemeinderats sowie Vertreter gesellschaftlicher Gruppen aus den Bereichen Bewährungshilfe, Gefängnisseelsorge und Naturschutz sowie der damaligen Bürgerinitiative an.

Die Begleitgruppe hat den Planungsprozess einschließlich des Architektenwettbewerbs begleitet und sich unter anderem mit Fragen der Gestaltung und Einbindung der Anstalt in die Umgebung beschäftigt.

„Die Begleitgruppe ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bürgerbeteiligung über viele Jahre hinweg erfolgreich funktionieren kann“, sagte OB Ruf. „Aus einer anfangs kontrovers geführten Standortdiskussion ist ein konstruktiver Dialog entstanden, der bis heute trägt.“

Start 2029 das Ziel

Die neue JVA (Bauherr Vermögen und Bau Baden-Württemberg) wird künftig 502 Haftplätze für männliche Untersuchungs- und Strafgefangene bieten. Zugleich entstehen rund 350 Arbeitsplätze im Justizvollzug. Der Neubau soll die bisherige innerstädtische Justizvollzugsanstalt ersetzen und weitere Einrichtungen im Land entlasten. Die Inbetriebnahme ist nach dem derzeitigen Zeitplan für 2029 vorgesehen.