Jugendschutz am Schmotzigen Donnerstag
: So geht sicheres Feiern in der Rottweiler Innenstadt

Am Schmotzigen ist die Rottweiler Innenstadt fest in der Hand der Jugend. Damit es nicht ausartet, haben Stadt und der Arbeitskreis Kriminalprävention vorgesorgt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Das Kinder- und Jugendreferat (KiJu) ist am „Schmotzigen“ wieder mit einem Präventionsangebot in der Oberen Hauptstraße vor Ort und wird dabei von Mitarbeitenden der Fachstelle Sucht und des Gesundheitsamtes unterstützt.

Stadt Rottweil/Stadt Rottweil

Der Arbeitskreis kommunale Kriminalprävention (KKP) möchte auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadtverwaltung Rottweil und der Narrenzunft Rottweil den Schmotzigen Donnerstag für die feiernden Jugendlichen sicherer gestalten und die Schüler für verantwortungsvolles Feiern sensibilisieren.

Und das ist geboten: DJseamless wird wieder auf der Bühne vor dem Alten Rathaus mit der passenden Musik für gute Stimmung sorgen. Die Vorgehensweise habe sich nach Einschätzung des Arbeitskreises im Vergleich zum vormals unkontrollierten Feiern bewährt, heißt es in der Pressemitteilung.

Eine zentrale Anlaufstelle für die Jugendlichen wird in der Hauptstraße 11 vom städtischen Kinder- und Jugendreferat (KiJu) eingerichtet. Mitarbeitende der Fachstelle Sucht, des Gesundheitsamtes und des KiJu sind vor Ort, um den Jugendlichen zur Seite zu stehen, sie in ihren Belangen zu unterstützen und vorbeugend zu handeln.

Mobile Teams in der Stadt unterwegs

Zusätzlich werden mobile Teams aus den Mitarbeitenden der Anlaufstelle gebildet, die in der Innenstadt mit präventiven Give-Aways und einer Umfrage des Gesundheitsamtes unterwegs sein werden, um auch hier präsent zu sein und die Jugendlichen zu begleiten.

Die Polizei und das DRK sind an diesem Tag in der Oberamteigasse stationiert.

Städtischen Schulsozialarbeiter geben Brezeln und Wasser kostenlos an die Jugendlichen aus – möglich gemacht haben das die Narrenzunft Rottweil und Culinara Neukauf Maier.

Kein Alkohol unter 25

Der Einzelhandel in der Rottweiler Innenstadt verzichtet zudem wieder auf freiwilliger Basis auf den Verkauf von Alkohol an Kunden unter 25 Jahren. Hierzu sei das Ordnungsamt seit vielen Jahren in einem guten und konstruktiven Austausch mit dem Handel. In den vergangenen Jahren habe sich zudem ein Glasverbot bewährt, dieses wird auch am Schmotzigen 2025 durch Security an den Zugängen zur Oberen Hauptstraße kontrolliert.

Einen neue präventive Maßnahme bietet der Arbeitskreis KKP mit einem Angebot für die Besenbetreiber und Gastronomen. Das Referat Prävention der Polizei hat gemeinsam mit Frauen helfen Frauen + Auswege e.V. ein Schulungskonzept für die Rottweiler Besen entworfen, bei dem Inhalte zum Jugendschutzgesetz und zu sexueller Gewalt aufgefrischt und vermittelt werden.

Das Angebot ist für die Besenbetreiber und die Gastronomen kostenlos und freiwillig. Jene Lokale, die an der Schulung teilgenommen haben, werden mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Feiern in sicherer Umgebung

Der Arbeitskreis KKP setzt sich mit diesen Initiativen dafür ein, dass die Jugendlichen in einer sichereren Umgebung feiern können, aber auch sensibilisiert werden, um verantwortungsbewusster mit Alkohol umzugehen.

Die Zusammenarbeit der am Schmotzigen teilnehmenden Akteure des Arbeitskreises (Fachstelle Sucht, Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Polizei, Schulsozialarbeit der städtischen Schulen und das KiJu), der Stadtverwaltung und der Narrenzunft ist aus Sicht aller Beteiligten ein wichtiger Beitrag, um die Fasnet für alle feiernden Schüler zu einem positiven Erlebnis zu machen.

Enge Zusammenarbeit

Auch für den Schmotzigen habe die Stadtverwaltung in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Arbeitskreis Kommunale Kriminalprävention Vorkehrungen getroffen. „Diese reichen vom Jugendschutzkonzept bis zum Glasverbot in der Innenstadt. Alle Beteiligten geben sich hier sehr große Mühe und hoffen, dass es ein für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler schöner und sichererer Schmotziger wird“, so Pfaff abschließend.

Apropos Glasverbot. Das gilt am Schmotzigen für Teile der Innenstadt und halt folgenden Hintergrund: In der Vergangenheit waren Oberer Hauptstraße und Waldtorstraße häufig von Glasscherben übersäht, was auch einige Verletzungen mit sich brachte. Die Stadtverwaltung Rottweil erließ daher 2022 erstmals ein solches Glasverbot. Das Ergebnis habe dabei für sich gesprochen, betont Fachbereichsleiter Bernd Pfaff. Man habe durch das gezielte Verbot in der Innenstadt die Menge an Glasscherben deutlich reduzieren können.

Hier gilt das Glasverbot

Am Schmotzigen wird daher auch in diesem Jahr ein Glasverbot zwischen 5 Uhr bis einschließlich 24 Uhr gelten. Nicht erlaubt ist in dieser Zeit das Mitführen wie auch die Benutzung von Glasbehältnissen wie beispielsweise Flaschen.

Und hier gilt das Glasverbot: in der gesamten Oberen Hauptstraße (Fußgängerzone) und der Waldtorstraße sowie am Friedrichsplatz im Fußgängerbereich ab Ende der Fußgängerzone auf der Seite des ehemaligen Drogeriemarktes „Müller“ bis zum Gebäude Friedrichsplatz 19. Eine entsprechende Verfügung hat die Stadtverwaltung nun erlassen.

Weiter Informationen gibt es unter rottweil.de

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