Jubiläum in Rottweil: Vom Fund zum Museum – 175 Jahre Rottweiler Museen

Die Archivaufnahme zeigt den Innenraum der Lorenzkapelle nach der Renovierung 1977, mit Holzbildwerken aus der Sammlung Dursch, die heute im Dominikanermuseum zu sehen sind.
Stadt Rottweil- Dominikanermuseum bietet am Sonntag, 20. September, ab 15 Uhr eine Sonderführung.
- Anlass ist 175 Jahre Rottweiler Museen – vom Fund bis zum Museum der Stadtgeschichte.
- Führung verknüpft Sammlung Dursch und Römerabteilung und zeigt den Wandel des Museums.
- Einstieg ab 14 Uhr: Kunstsammlung Lorenzkapelle mit mittelalterlicher Steinmetzkunst geöffnet.
- Treffpunkt Foyer, Kosten 2,50 Euro zzgl. Eintritt, Kinder bis 18 frei. Weitere Infos online.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Sonntag, 20. September, ab 15 Uhr lädt das Dominikanermuseum zu einer besonderen Sonntagsführung ein. Anlässlich des Jubiläums zum 175-jährigen Bestehen der Rottweiler Museen wird der Bogen über die wechselvolle Museumsgeschichte der Stadt gespannt – von den Anfängen bis heute. Die Führung beleuchtet dabei nicht wie üblich nur ein Thema, sondern setzt die beiden Dauerausstellungen des Hauses in einen gemeinsamen Zusammenhang.
Wer hätte ahnen können, dass aus einer Notlösung für eine private Sammlung in einer profanierten Kapelle eines Tages drei Museen in Rottweil entstehen würden?
Anfänge im Privaten
Die Anfänge der Rottweiler Museumsgeschichte sind eng mit dem privaten Engagement einiger Bürger verbunden. Bereits 1831 gründete sich der „Verein zur Auffindung von Altertümern“, in dem das Interesse an der römischen Vergangenheit der Stadt wuchs. Als 1850 Dekan Johann Georg Martin Dursch als Stadtpfarrer nach Rottweil kam, ging zudem seine bedeutende private Objektsammlung in den Besitz der Stadt über.
Mit der feierlichen Übergabe und öffentlichen Präsentation dieser Sammlung in der Lorenzkapelle 1851 etablierte sich Rottweil als Museumsstadt. Zusammen mit der im 19. Jahrhundert aufkommenden Idee einer allgemeinen Museumskultur, die zu einem regelrechten Museumsboom führte, waren damit die drei prägenden Voraussetzungen für die Rottweiler Museumstradition geschaffen.
Die Sonntagsführung im Dominikanermuseum spürt dieser 175-jährigen Geschichte nach, denn hier finden diese drei Entwicklungen zusammen. Der Rundgang verbindet Objekte aus der Sammlung Dursch mit Exponaten aus der Römerabteilung. Dieser Kontrast zwischen den Sammlungen macht den besonderen Reiz des Dominikanermuseums aus und verdeutlicht zugleich, wie sich das Selbstverständnis der Museen im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Den idealen Einstieg bietet ab 14 Uhr ein Besuch in der nahegelegenen Kunstsammlung Lorenzkapelle. Dort, wo vor mehr als 175 Jahren die Rottweiler Museumsgeschichte begann, befindet sich heute eine beeindruckende Sammlung mittelalterlicher Steinmetzkunst von teils europäischem Rang. Dank des engagierten Einsatzes ehrenamtlicher Mitarbeiter ist dieses kulturelle Juwel der Stadt regelmäßig für Besucher zugänglich.
Ursprüngliche Planung
Die Führung zum Jubiläum ersetzt die ursprünglich für diesen Sonntag geplante Führung im „kunst raum rottweil – museum der gegenwart“. Die Finissage der dortigen Ausstellung findet am Sonntag, 27. September, ab 15 Uhr statt. Im Rahmen der Finissage wird Kurator Johannes Waldschütz gemeinsam mit den beiden Künstlerinnen Julia von Troschke und Ulrike Kessl über ihre Werke sprechen.
INFO:
Treffpunkt mit Peter Bippus am Sonntag, 20. September, 15 Uhr, Foyer des Dominikanermuseums. Kosten: 2,50 Euro zzgl. Eintritt. Kinder bis 18 Jahre sind frei.
Kunstsammlung Lorenzkapelle: Geöffnet jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat von April bis Oktober, 14-16 Uhr. Eintritt frei.
Weitere Informationen: www.dominikanermuseum.de