Hilfristen im Kreis Rottweil: Das plant das DRK jetzt in der Rettungswache Schiltach

Im Bild von links: Rettungswachenleiter Frank Armbruster, Kreisgeschäftsführer Volker Halbe aus Wolfach und DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel vor der DRK-Wache in Schiltach.
DRK/BöselZuletzt hatte DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel seinem Ärger über die – von der KV am Montag nun offiziell bestätigte – Schließung von Notfallpraxen Luft gemacht. Jetzt freut er sich, auch wieder einmal gute Neuigkeiten verkünden zu können: Das DRK geht in weitere Umsetzung zur Einhaltung der Hilfsfrist. Nach Marschalkenzimmern wird nun die Rettungswache Schiltach in die Projektphase aufgenommen.
In der Sitzung des Bereichsausschusses vom 18. Oktober im Rettungsdienstbereich Rottweil seien die Einsatzzahlen im Bereich Schiltach analysiert und im Rahmen der anstehenden neuen Planungsfrist überprüft worden. Die Aufnahme einer 24- Monate andauernden Projektphase, in der die Rettungswache Schiltach durchgehend besetzt sein wird, wurde einstimmig beschlossen.
Zahlen werden ausgewertet
In den nächsten beiden Jahren werden die Einsatzzahlen ausgewertet und durch die AG Hilfsfrist engmaschig begleitet.
„Die Vorgaben des Rettungsdienstplans ermöglichen entsprechende Auswertungszeiträume, um anstehende Vorhalteerweiterungen definieren zu können“, so das DRK.
Die Rettungswache in Schiltach wurde bisher lediglich tagsüber von 7 bis 17 Uhr besetzt. Die durchgängige Besetzung im Rahmen der Projektphase soll nun ab Mai 2025 erfolgen.
Unterstützung aus Schiltach
Dieser Beschluss wurd insbesondere von der Schiltacher Bevölkerung seit langem erhofft und erfuhr dank entsprechender Schreiben Unterstützung von der Politik als auch von ansässigen Firmen.
Im Juli 2024 hatte ein Treffen im Rathaus Schiltach mit Staatssekretär Tomas Blenke, MDL Stefan Teufel, der örtlichen CDU, den Bürgermeistern sowie den Leistungsträgern der DRK-Kreisverbände Rottweil und Wolfach stattgefunden. Die Geschäftsführer Ralf Bösel aus Rottweil sowie Volker Halbe aus Wolfach zeigen sich über den Beschluss sehr erleichtert und betonen die positiven Gespräche mit den Kostenträgern. Diese gemeinsame Zielsetzung sei nun ein weiterer Schritt in der Optimierung der medizinischen Notfallversorgung im Bereich Schiltach/Schenkenzell.
Nun gelte es, die Voraussetzungen für die durchgängige Besetzung der Rettungswache Schiltach zu schaffen, was etwas an Zeit benötigt. Im Jahr 2027 wird nach Auswertung der Zahlen der zurückliegenden zwei Jahren definiert, ob eine so genannte Vorhalteerweiterung – also umgesetzt wird.