Hezel folgt auf Glowalla: Führungswechsel bei der Seniorenunion im Kreis Rottweil

Wahlen bei der Seniorenunion (von links): Kassier und Vertreter im Bezirksverband Eberhard Barth, der stellvertretende Vorsitzende Robert Trautwein, der bisherige Vorsitzende Karl-Heinz Glowalla, die frühere Kreisgeschäftsführerin Doris von Schulz, Thorsten Frey MdB, Protokollführerin Gabi Ulbrich und der neugewählte Vorsitzende Rainer Hezel.
StahlKarl-Heinz Glowalla hatte den Vorsitz im Kreisverband vor Jahren nach dem frühen Tod von Helmut Spreter übernommen und hat Anfang 2024 mitgeteilt, dass er in der neuen Wahlperiode aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz nicht mehr übernehmen wird.
In großer Runde konnte er zahlreiche Mitglieder, auch Neumitglieder und Gäste begrüßen. Karl-Heinz Glowalla dankte allen Beteiligten, die ihn auch in schwieriger Zeit nach der Amtsübernahme und während der Corona-Pandemie unterstützt und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft gefördert haben.
Im Rückblick skizzierte er die diversen Veranstaltungen, den Besuch des Europaparlaments, die Berichte von Stefan Teufel, MdL, und Maria-Lena Weiss, MdB, zu den aktuellen politischen Themen in Bund und Land, den Besuch bei Heckler & Koch in und bei der Seniorenresidenz Laurentius in Deißlingen, sowie die abschließende Reise e zum Odilienberg im Elsass.
Worte des Dankes
Mit den besten Grüßen des Bezirksvorsitzenden Niethammer dankte Elisabeth Ehlers, stellvertretende Vorsitzende im Bezirks- und im Landesverband, Glowalla für sein jahrelanges Engagement, seinen freundlichen Umgang mit allen Beteiligten und für seine Verlässlichkeit – man werde ihn vermissen.
Der erste Stellvertreter Robert Trautwein dankte selbst und namens des Vorstandes für die ebenso effektive wie angenehme Zusammenarbeit.
In den von Monika Schneider geführten Wahlgängen wurde Rainer Hezel aus Bösingen, zum Vorsitzenden gewählt, Robert Trautwein zum ersten Stellvertreter und Doris Moser zur zweiten Stellvertreterin, bestätigt wurden der Schatzmeister Eberhard Barth, die Schriftführerin Gabi Ulbrich, die Kassenprüfer, neu gewählt wurden zum Pressereferenten Herbert Stahl sowie die Delegierten für die Bezirks- und Landesversammlung der SU.
Firmen orientieren sich in Richtung USA
Thorsten Frey, MdB, bezeichnete in seinem anschließenden Referat die Lage in Europa und der Welt allgemein als kompliziert. Für die Sicherheit in Deutschland und Europa sei in den vergangenen Jahren zu wenig gemacht worden. Er, Frey, habe bei einem Informationsbesuch in den USA in diesen Wochen selbst feststellen müssen, dass viele Firmen aus Deutschland in die USA wechseln, zum einen, weil die Vorlieferanten bereits dort ansässig sind, zum anderen wegen der hohen Steuerlast und der hohen Energie- und Strompreise in Deutschland, die höchsten der Welt.
Irrglaube in Sachen Arbeitszeit
Insgesamt sei eine grundsätzliche Kehrtwende erforderlich, mehr Leistung, weniger Bürokratie, eine Wertschätzung von Arbeit. Es sei ein Irrglaube, dass mit weniger Arbeitstzeit mehr Einkommen erzielt werden könne. Die CDU habe im Bundestag eine flexible Arbeitszeit vorgeschlagen, wobei die Gesamtzahl der Arbeitsstunden entscheidend ist und Überstunden steuerfrei gestellt werden sollen. Der Reformvorschlag der CDU zur Bundesbahn sehe vor, dass das Schienennetz und die Bahnhöfe wieder Bundesangelegenheit werden, während für den Transport auf der Schiene weiterhin Wettbewerb erforderlich ist.
Diese und weitere Themen des Referenten stießen auf breite Zustimmung im Gremium. Frey wurde mit großem Dank und Beifall verabschiedet. Mit einem kurzen Ausblick auf das weitere Jahresprogramm schloss der Vorsitzende die Versammlung.