Herzschwäche im Kreis Rottweil
: Überdurchschnittlich viele sind betroffen

Der Gesundheitsatlas Herzinsuffizienz zeigt aktuelle Daten aus dem Landkreis Rottweil im Vorfeld des Weltherztages am 29. September.
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red/pm
Kreis Rottweil
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Ein Mann hält eine hand ans Herz: ILLUSTRATION - Vielfältige Beschwerden: Betroffene berichten häufig von Herzrasen, Schwindel und allgemeiner Erschöpfung, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. (zu dpa: «Herz aus dem Takt: So kommt man Vorhofflimmern auf die Spur») Foto: Christin Klose/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Herzschwäche - im Kreis Rottweil sind überdurchschnittlich viele Menschen davon betroffen.

Christin Klose/dpa-mag/dpa
  • Im Kreis Rottweil sind 2024 6,4 % der Über-30-Jährigen herzinsuffizient – rund 6200 Menschen.
  • Der Wert liegt über dem Landesschnitt von etwa 5 %; bundesweit sind es 5,5 % ab 30 Jahren.
  • Der Gesundheitsatlas Deutschland zeigt große regionale Unterschiede bis auf Kreisebene.
  • Niedrigste Anteile: Hamburg 3,8 %, Bremen 4,5 %, Berlin 4,6 % – Spitze: Sachsen-Anhalt 8,9 %.
  • Risiko steigt mit Alter und Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Landkreis Rottweil waren im Jahr 2024 6,4 Prozent der Bevölkerung ab 30 Jahren von einer Herzinsuffizienz betroffen – das entspricht etwa 6200 Menschen. Damit lag der Kreis über dem Landesschnitt von rund 5 Prozent. Deutschlandweit lebten 2024 rund 3,2 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz. Das entspricht einer Prävalenz von 5,5 Prozent in der Bevölkerung ab 30 Jahren. Diese Ergebnisse zeigt der aktuelle „Gesundheitsatlas Deutschland“, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Vorfeld des Weltherztages am 29. September veröffentlicht hat.

Der Gesundheitsatlas stellt die regionalen Unterschiede bis auf die Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte dar. Die Häufigkeit einer Herzinsuffizienz unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern deutlich. Besonders niedrige Krankheitshäufigkeiten weisen Hamburg (3,8 Prozent), Bremen (4,5 Prozent) und Berlin (4,6 Prozent) auf. Den höchsten Herzinsuffizienzanteil hat Sachsen-Anhalt (8,9 Prozent), gefolgt von Thüringen (8,5 Prozent) und Sachsen (7,9 Prozent). Auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte zeigen sich noch deutlichere Unterschiede: Der höchste Anteil von Betroffenen findet sich im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt mit 13,9 Prozent, der niedrigste Anteil dagegen in Frankfurt am Main mit 2,8 Prozent.

Eines der häufigsten Gesundheitsprobleme des Herz-Kreislauf-Systems

Die Herzinsuffizienz, umgangssprachlich auch als Herzschwäche bezeichnet, ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme des Herz-Kreislauf-Systems. Sie tritt als Folge anderer Krankheiten auf, zu denen insbesondere die koronare Herzkrankheit und der Bluthochdruck zählen.

Neben sozialen Faktoren zeigen die Analysen des Gesundheitsatlas deutliche Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit von Herzinsuffizienz und vermeidbaren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes.

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Rauchen ist ein maßgeblicher Risikofaktor für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen, in deren Folge wiederum eine Herzinsuffizienz auftreten kann. Auch Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkes Übergewicht und Blutzuckererkrankungen (Diabetes mellitus) sind jeweils Risikofaktoren. Für den Gesundheitsatlas Herzinsuffizienz wurde der Zusammenhang mit Bluthochdruck sowie Typ-2-Diabetes auf regionaler Ebene untersucht. In Regionen mit wenigen Bluthochdruckpatienten liegt der Herzinsuffizienz-Patientenanteil bei 4,2 Prozent, in Regionen mit besonders vielen Hypertoniepatienten dagegen bei 8,4 Prozent. Der Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes ist ähnlich ausgeprägt. „Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig gesundheitliche Prävention und gesundheitsförderliche Lebensbedingungen zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind“, sagt Harald Rettenmaier, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Krankheitshäufigkeit steigt mit dem Alter, Männer sind etwas häufiger betroffen

Während eine Herzinsuffizienz in jungen Lebensjahren selten vorkommt, steigt die Häufigkeit mit dem Alter stark. In der Altersgruppe ab 90 Jahren liegt der Anteil der erkrankten Männer bei 35 Prozent und der erkrankten Frauen bei 30 Prozent. Der Geschlechtsunterschied ist erwartbar, weil Männer häufiger von einer Vorerkrankung wie koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt betroffen sind, die das Risiko für die Entstehung einer Herzinsuffizienz erhöhen. Mögliche Ursachen für die Geschlechtsunterschiede sind biologische Faktoren und eine unterschiedliche Häufung von Risikofaktoren bei Männern und Frauen. So stellt etwa das Rauchen einen wichtigen Risikofaktor für kardiovaskuläre Krankheiten dar. In den vergangenen Jahrzehnten war der Raucheranteil bei Männern stets deutlich höher als bei Frauen.

Mehr Infos: www.gesundheitsatlas-deutschland.de/