Heimatgeschichte in Dunningen
: Bares-für-Rares-Fund führt auf die Spur zu einem Jakob-Mayer-Schienenstück

So eine Spende gibt es selten für das Heimatmuseum Dunningen: Ein historisches Schienenstück kehrt zu seinen Wurzeln zurück.
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(red/pm)
Oberndorf
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Alexandra Hube mit Tochter übergibt das Schienenstück an die Vorsitzende Ursulal Graf (rechts).

Heimat- und Kulturverein Dunningen

Eine bemerkenswerte Reise nimmt ihr Ende. Und zwar genau dort, wo vor mehr als 200 Jahren eine der wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen Industriegeschichte geboren wurde: in Dunningen.

Das hiesige Heimatmuseum erhält ein einzigartiges Exponat: ein historisches Schienenstück aus dem Jahr 1888, gefertigt vom berühmten Bochumer Verein, den Jakob Mayer, ein Sohn Dunningens, einst gegründet hat.

Das Schienenstück.

Foto: Heimat- und Kulturverein Dunningen

Die Geschichte dieser Schiene ist so faszinierend wie ungewöhnlich: In der beliebten ZDF-Sendung Bares für Rares, ausgestrahlt im April, wurde ein solches Schienenstück von Axel Hube aus Schwanewede zum Verkauf angeboten. Hube erklärte, es existierten weltweit nur noch rund zehn Exemplare dieses Typs. Der bemerkenswert gute Zustand des Stücks, nahezu neuwertig, ist dem Umstand zu verdanken, dass es ursprünglich in einem Gleis eines ehemaligen Munitionslagers verbaut war und beim Rückbau entdeckt wurde.

Fund von Bedeutung

Alfred Grigas vom Heimat- und Kulturverein Dunningen sah die Sendung und erkannte sofort die historische Bedeutung dieses Fundes. Mit viel Engagement, Fingerspitzengefühl und Hartnäckigkeit gelang es ihm, den Kontakt zu den Beteiligten herzustellen. Und: Auch wenn Axel Hube selbst kein weiteres Exemplar mehr besaß, vermittelte er den Kontakt zu seinem Schwager Hans Sabrowske.

Hans Sabrowske, Bau- und Eisenbahningenieur und ehemaliger Eisenbahnbetriebsleiter, war sofort begeistert von der Idee.

In seiner Antwort an Grigas schrieb er großzügig: „Gerne stifte ich meinen Schienenabschnitt Ihrem Museum. Quasi ’vom Erfinder für den Erfinder’.“

Sabrowske hatte das Schienenstück einst selbst geschenkt bekommen und entschloss sich, es nun ohne Kosten an das Museum zu übergeben. Eine großherzige Geste, die für Freude und Dankbarkeit sorgt.

Am 21. Juli brachte nun die Tochter von Axel Hube, das Schienenstück nach Dunningen, als Teil ihrer Schwarzwald-Rundreise, und überreichte es an den Heimat- und Kulturverein. Das historische Schienenstück wird nun Teil der Dauerausstellung rund um Jakob Mayer im Heimatmuseum Dunningen.

Ein kleiner Hinweis auf den großzügigen Stifter Hans Sabrowske wird das Exponat begleiten – als Erinnerung an eine außergewöhnliche Schenkung, ganz im Sinne des Leitspruchs: „Geschichte bewahren, Herkunft ehren.“

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