Geschichten eines Lost Place
: Eschachklause bei Rottweil – das sind Erinnerungen an den einst lebhaften Ort

Eine verlassene, menschenleere Ruine weckt viele Erinnerungen: Die Eschachklause, auch bekannt als „Hapsenloch“, löst bei vielen Lesern nostalgische Gefühle aus. Das sind ihre Geschichten.
Von
Raphael Sickinger
Rottweil-Bühlingen
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Die Eschachklause weckt so manche Erinnerungen an frühere Zeiten auf.

Die Eschachklause weckt so manche Erinnerungen an frühere Zeiten.

Bühler
  • Die Eschachklause bei Rottweil ist heute verlassen, Leser teilen Erinnerungen an den Ort.
  • Früher bewirtete die Familie Burkhard die abgelegene Gaststätte, sie war beliebtes Ausflugsziel.
  • Berichte nennen Tanztreffen, Schulwandertage, Fischen und Vereinsfeste – teils vor etwa 40 Jahren.
  • Eine Enkelin erzählt vom Opa, der nachts den Steg verfehlte und barfuß nach Deißlingen heimlief.
  • Ein späterer Gaststättenplan scheiterte an Auflagen, seitdem verfällt das Haus im Eschachtal.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Eschachklause liegt heute verborgen und vergessen im Dickicht des Eschachtals. Ihre Blütezeit liegt zwar schon einige Jahrzente zurück, doch bei vielen Menschen weckt der Ort Erinnerungen an vergangene Zeiten. Zahlreiche Leser haben nach unserer Berichterstattung über diesen „Lost Place“ von ihren Erlebnissen berichtet. Ob Erzählungen der Großeltern oder eigene Erinnerungen – diese Geschichten verbinden sie mit der Eschachklause.

Die beiden Bühlinger Gerhard und Herma Gurreck erzählten von der Geschichte der Eschachklause: von ihrer Nutzung als Pumpstation bis hin zum einfachen gastronomischen Betrieb. „Es war eine idyllische Gegend“, erinnert sich Herma Gurreck. Als junges Mädchen traf sie sich dort mit ihren Freundinnen zum Tanzen.

Erinnerungen an belebte Zeiten

Bewirtet wurde die Eschachklause laut Gerhard Gurreck jahrzehntelang von der Deißlinger Familie Burkhard. Auch andere Leser erinnern sich an die Betreiberfamilie. Sie machte den abgelegenen Ort zu einem beliebten Treffpunkt für Menschen aus der Region. „Das hatte mein Onkel viele Jahre bewirtschaftet – war immer schön da hinten“, schreibt eine Leserin auf Facebook.

Eine andere Leserin erzählt, dass man früher sonntags ins „Habsaloch“ gegangen sei. Die Eschachklause sei zudem ein Ziel von Schulwandertagen gewesen und habe sich auch zum Fischen angeboten, berichtet eine weitere Leserin. Eine andere Erinnerung handelt von einem „wunderschönen“ Fest des Badmintonvereins, das vor etwa 40 Jahren an der Eschachklause gefeiert wurde.

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Geschichten der Großeltern

Eine Leserin erinnert sich an eine Erzählung ihres Großvaters: „Zu dieser Zeit war das Haus bewirtschaftet und so mancher trank dort nach Feierabend sein Bierchen oder einen Wein“, schreibt sie unserer Redaktion. Das sei rund 60 Jahre her. Damals habe die Eschachklause noch als einfache Gastwirtschaft existiert und sei ein beliebtes Ausflugsziel gewesen.

„Deshalb machte sich unser Opa auf den beschwerlichen Fußweg von Deißlingen ins Eschachtal“, berichtet die Leserin. Der Weg habe damals über einen steilen Waldweg hinunter zur Eschach geführt. Über einen einfachen Holzsteg sei man zur Eschachklause gelangt. Nach einem gemütlichen Abend und ein paar kühlen Getränken habe sich ihr Opa schließlich auf den Heimweg gemacht.

Inzwischen war es stockdunkel geworden, und er fand den Holzsteg nicht mehr. Ihm blieb nur eine Möglichkeit: Er musste durch die kalte Eschach waten. „Er zog also seine Schuhe aus und stellte sie auf der Wasseroberfläche ab, um sie zu schonen, während er sich zur anderen Uferseite kämpfte. Seine Schuhe hatten sich natürlich längst selbstständig gemacht und dümpelten schnöde davon“, schreibt die Leserin.

Den restlichen Weg bis nach Deißlingen musste „Opa“ barfuß zurücklegen. Zu Hause erwartete ihn ein Donnerwetter seiner Frau, denn Schuhe waren damals wertvoll und teuer. „Manchmal sind es gerade die kleinen, etwas kuriosen Geschichten, die einen solchen Ort wieder kurz beleben können“, schreibt die Leserin.

Trauer um den einst beliebten Ort

Nach dem Ausscheiden der alten Betreiberfamilie habe ein Freundeskreis versucht, dort eine reguläre Gaststätte zu etablieren. Dieser Plan sei jedoch an den Auflagen der Stadt Rottweil gescheitert. Damit begann endgültig der Niedergang des einst so lebhaften Ortes.

„Ich kenne die Geschichte und umso trauriger macht es mich jedes Mal, wenn ich dort vorbeikomme“, schreibt ein Leser in den sozialen Medien. Heute steht das Gebäude verwildert und verfallen mitten im Dickicht des Eschachtals. Die Erinnerungen an die einst belebte Gaststätte sind jedoch geblieben. Die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Ortes sind allerdings gering.