Feuerwehreinsatz in Rottweil
: Brandalarm im Testturm – Menschen evakuiert

35 Feuerwehrkräfte waren am Samstag beim TK Elevator Testturm im Einsatz. Die Feuerwehr Rottweil erklärt, wie der Einsatz ablief und was dabei beachtet werden muss.
Von
Elena Baur
Oberndorf
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Im 14 Stock des Aufzugtestturms wurde ein Alarm ausgelöst.

Patrick Nädele

Ein großes Aufgebot an Rettungskräften versammelte sich am Samstag am späten Nachmittag am Rottweiler Testturm. Die Brandmeldeanlage hatte gegen 17. 20 Uhr ausgelöst.

Sieben Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit 35 Feuerwehrkräften rückten daraufhin an. Auch das DRK und die Polizei waren vor Ort. Denn: Der Testturm gilt als Sonderobjekt und wird daher einsatztechnisch anders behandelt, erklärt Patrick Kohl von der Feuerwehr Rottweil.

42 Personen evakuiert

Der Alarm wurde auf Ebene 14 ausgelöst, etwas oberhalb der Mitte des Turms, erfahren wir von Stadtbrandmeister Frank Müller auf Nachfrage. 42 Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Alarmierung im Gebäude.

Der Turm wurde aus Sicherheitsgründen komplett evakuiert. Er sei für solche Fälle mit mehreren Fluchtaufzügen und Fluchttreppen ausgestattet. Die Besonderheit sei aber, dass sogar der Panoramaaufzug als Evakuierungsaufzug eingesetzt werden kann, erklärt Stadtbrandmeister Müller.

Drei bis vier Fehlalarme im Jahr

Einen feuerwehrtechnischen Grund konnten die Einsatzkräfte für den Alarm vor Ort allerdings nicht entdecken. Der Betreiber sei nun für das Auffinden des technischen Fehlers zuständig. Solche Fehl- beziehungsweise Täuschalarme gebe es drei bis vier Mal im Jahr, erfahren wir von Frank Müller.

Allerdings habe der Einsatz verhältnismäßig lange gedauert: etwa eine Stunde und 45 Minuten. Denn zunächst musste das Material in die Etage unterhalb gebracht werden.

Eigenes Funksystem

Dies erfolgte über einen speziellen Feuerwehraufzug. Dieser habe beispielsweise die Besonderheit, dass die Türen ohne Drücken eines Knopfes sofort schließen, erläutert Müller. Erst wenn alles oben sei, könne der Löschangriff starten.

Im Gebäude selbst habe man sogar ein eigenes Funksystem. Das sei für die Kommunikation notwendig. Der Funk würde im Gebäude sonst abbrechen. „Kommunikation ist das A und O“, versichert Müller.

2000 bis 2500 Euro kostet der Einsatz

Einsätze dieser Art seien besonders personenintensiv, erklärt der Stadtbrandmeister. Das Gebäude werde dabei wie ein Hochhaus behandelt. Und ein solcher Einsatz sei für den Betreiber teuer. Erst wenn es zu einem Schaden durch ein Feuer komme, sei der Einsatz für den Betreiber kostenfrei. Müller schätzt die Kosten für diesen Einsatz am Testturm auf etwa 2000 bis 2500 Euro.

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