Fasnetsonntag in Rottweil: Trotz Regen und Kälte – Tausende Bajasse feiern ausgelassen

Darauf haben die Narren fast ein Jahr gewartet: Ausgelassen wird in Rottweiler der Kinderumzug gefeiert.
SchnekenburgerAuch wenn das Wetter am Sonntagnachmittag so gar nicht zum Feiern einlädt: Die Rottweiler Narren bezaubern auch in diesem Jahr ihr Publikum. Und dieses wartete geduldig fast wie am Montagmorgen vor 8 Uhr auf das erlösende Signal. Wenn der erste Narrenmarsch erklingt, gibt es kein Halten mehr.
Erst kommen die Kinderrössle mit ihren sorgfältig und liebevoll gestalteten kleinen Narrenkleidern. Die kleinen Treiber geben einfach alles. Anschließend wird ihnen die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben sein. Doch ist ihnen an der Umzugsstrecke der Beifall des Publikums sicher. Und dann ergießt sich ein Strom aus Schwarz und Gelb – und natürlich auch in Rot-Weiß und allen anderen Farben– die obere Hauptstraße hinab.
Der Lange Mann schafft es einmal mehr, unbeschadet das Schwarze Tor zu passieren und inmitten der ausgelassenen Menge eindrucksvoll aufzutreten. Das ist manchem kleinen Mann freilich nicht so wichtig. Aufgeregt, bedächtig, fragend – was nun tun mit dem Pinsel? Und wohin mit den Gutsle? Suspekt, das Ganze. Doch mit jedem Meter wächst die Erfahrung. Es ist noch kein Narro vom Himmel gefallen.
Und Narren kann ganz irdisch sein. Wie manche Gruppe zeigt. Gerne auch mit Blick auf Großes, das sich in der Stadt tut – und da sind viele Augen natürlich auf die Gartenschau gerichtet.
Apropos viele: Es waren viele Narren, die sich da am Sonntagnachmittag in Rottweil auf den Weg machten – erst nach mehr als zwei Stunden kamen die ersten am Freidrichsplatz an.