Fasnet in Rottweil
: Hier hat die Narrhalla nun ihr eignes Domizil

Seit wenigen Tagen hat die Rottweiler Fastnachtsgesellschaft „Narrhalla“ ein eigenes Zuhause.
Von
Stefanie Siegmeier
Oberndorf
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Oberelfer Stephan Drobny weihte das Stüble der Narrhalla im Beisein vieler Gäste am Freitagabend offiziell ein.

Siegmeier

Die Räume im ersten Stock in der Neutorstraße 7 wurden in den vergangenen Monaten eifrig renoviert und hergerichtet. Und am Freitagabend konnte das „Stüble“ feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

Der Einladung von Oberelfer Stephan Drobny waren die Gäste zahlreich gefolgt. Auch Bürgermeisterin Ines Gaehn, Museumsleiterin Martina Meyr sowie das Dreigestirn der Narrenzunft Rottweil, Christoph Bechtold, Georg Hauser und Frank Huber waren mit dabei.

Stephan Drobny sprach seinen Dank dafür aus, dass es möglich geworden ist, nun in eigene Räume umzuziehen, in denen auch die Archivalien der im Jahr 1888 gegründeten Fastnachtsgesellschaft „ordentlich unterkommen“, so Drobny.

Archiv gepflegt und digitalisiert

Ehrenmitglied Uli Hezinger habe das Archiv gehegt und gepflegt und mittlerweile auch alles digitalisiert. Die Protokollbücher und Fotoalben, die das bunte Vereinsleben der Narrhalla und Bilder aus längst vergangenen Tagen aufzeigen, seien wunderbare Dokumente der Narrhallageschichte, betonte der Oberelfer.

Den Grundstock für das Archiv hatte einst Werner Graf gelegt. Und mittlerweile könne man sich über eine tolle Dokumentation freuen, die ausführlicher nicht sein könnte. Denn neben den Fotoalben gibt es für jeden Ball Schmink- und Bühnenpläne und sogar noch alle Texte.

Auch das berühmte Protokollbuch aus dem Gründungsjahr 1888 habe jetzt, gut vor Diebstahl und Feuer gesichert, einen Platz im Stüble gefunden.

Narrenmeister Christoph Bechtold überreichte Stephan Drobny ein Faksimile der Rottweiler Narrentafel.

Foto: Siegmeier

Stephan Drobny sprach vor allem auch Robert Derad seinen Dank aus, der die Fastnachtsgesellschaft über die Jahre mit „Ausdauer, Mut und Engagement“ am Leben erhalten habe, bis sie dann schließlich wieder zu neuer Blüte erwacht ist und sich auch bei den Jungen mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Zudem dankte Drobny den Sponsoren, ohne die man das Stüble nicht hätte realisieren können.

Beste Wünsche und ein besonders Geschenk

„Hier im Hause meiner Großeltern wurde schon immer Fastnacht gemacht und die Gäste mit Essen und Trinken versorgt. Und so soll es auch bleiben“, betonte der Oberelfer. Jetzt habe man hier einen eigenen Raum der Begegnung, der auch für kleine Feiern und Zusammenkünfte genutzt werden könne. „Denn Begegnung ist das, was Fastnacht ausmacht“, so Drobny, der der Narrhalla wünschte, dass sie weiter blühen und gedeihen möge.

Bürgermeisterin Ines Gaehn überbrachte ebenfalls ihre Glückwünsche im Namen der Stadt und lobte das große ehrenamtliche Engagement. „Es bleibt mir nur danke zu sagen, allen, die dieses Projekt unterstützt und gefördert haben und dies auch hoffentlich weiter tun“, so Gaehn.

Auch Narrenmeister Christoph Bechtold und sein Team gratulierten zum neuen Domizil und hatten ein besonderes Geschenk dabei. Sie überreichten Stephan Drobny ein Faksimile der Rottweiler Narrentafel von 1871, von Holger Rabenstein. „Möge stets der närrische Geist im Stüble wohnen“, wünschten sie, bevor sie beim Aufhängen des Kunstwerks behilflich waren.

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