Fasnet in Rottweil: Narrhalla-Ball gibt dem Affen Zucker

Das Narrhalla-Ballett
BojusDie Akteure hatten sich wieder viel Mühe gegeben. Vom bunten Paradiesvogel (Timo Digeser), der durchs Programm führte, über Gruppen, die mit Humor prominente Zeitgenossen aufs Korn nahmen, bis zu bunten und temperamentvollen Tanz-Darbietungen war vieles geboten.
Es begann aber, logisch bei einem Fasnetsball, mit dem Narrenmarsch. Die Stadtmusikanten ließen diesem noch einige fetzige Stücke folgen.
Lisa und Lena Roth als Bajass und Laterne holten die große Politik in den Saal. Es gab ja auch viel zu berichten und zu kritisieren.
Schwere Kost
Von dieser eher schweren Kost durften sich die Gäste dann bei der leichtfüßigen Show des Zimmerner Narrenzunft-Balletts erholen. Klar, dass hier begeisterter Beifall aufbrauste und eine Zugabe gefordert wurde.
Abwechslung war Trumpf – und so folgte der nächste Wort-Beitrag, diesmal von der ganz jungen Garde, nämlich „Lisa Roth und ihre Mädels“, wie Paradiesvogel Timo sie vorstellte. Sie zogen allerhand heimische Vorkommnisse durch den Kakao, sehr zur Freude des Publikums. Und schon folgte die nächste Show-Vorstellung: Das Narrhalla-Ballett, dessen Tänzerinnen schon als Kinder beim Ball aufgetreten waren. Die acht Mädels aus dem Dschungel erhielten Riesenapplaus und durften noch einmal auf die Bühne.
Das überwiegend lokale Geschehen glossierten die Brüder Lukas und Niklas Derad, angefangen bei der eher behäbigen Arbeitsweise der Rottweiler Parkschein-Automaten bis zur Gartenschau und dem Narrenzunft-Motto „I larv you“. Immer wieder gab es Beifall aus dem Saal.
Ein humoristischer Höhepunkt war nach der Pause der Auftritt von Georg Hauser und Andreas Wilkens in Tropen-Anzügen. Sie ernteten Lachsalven, bis sie am Ende mit „Ich lieb dein Hu-hu-hu“ wohl die aktuelle Fasnets-Hymne sangen.
Der Auftritt des Männer-Balletts rundete das Programm ab. Katharina Bechtold und Luisa Wilde hatten die Herren bestens domptiert, und nicht nur die Damen im Publikum hatten ihre helle Freude daran.