Bauernmuseum Bösingen: Einst Allerweltsgetränk der Bauern und Arbeiter

Most gehörte einst zum Alltag wie Wasser für das liebe Vieh. Gerätschaften zum Mostpressen sind im Bauernmuseum in Bösingen zu besichtigen.
Heinrich Hölsch- Bauernmuseum Bösingen zeigt Mostherstellung und lädt zum Probieren ein.
- Öffnung am Sonntag, 4. Oktober, 14–17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr, Eintritt frei.
- Most: vergorener Apfel- und Birnensaft, früher Alltagsgetränk bei Bauern und Arbeitern.
- Ablauf erklärt: Waschen, Mahlen, Pressen, Gärung mit „wilder“ Hefe im kühlen Keller.
- Gerätschaften sind ausgestellt – Most kann verkostet werden, solange der Vorrat reicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit Most – oder schwäbisch „ Moscht“ – meint man den vergorenen Saft aus Äpfeln und Birnen. Most ist ein bekömmlicher und erfrischender Durstlöcher, welcher jedoch Alkohol enthält.
Most war früher das Allerweltsgetränk der Bauern und Arbeiter. Meist war er kräftig verdünnt, somit war der Bauer nicht gleich betrunken, wenn er zum Frühstück oder auf dem Feld Most trank. Unter den Leiterwägen war unten ein Haken, an dem das Fässchen mit Most hing. Im Herbst wurde gemostet. Für den Sonntag gab es für den Bauer ein Fässchen unverdünnten Most im Keller.
Maische kommt in die Obstpresse
Das geerntete Obst wurde, nachdem es gewaschen wurde, in Obstmühlen gemahlen. Nach dem Mahlen werden die gemahlenen Früchte als Maische in Leintücher eingeschlagen. So verpackt kommt die Maische in die Obstpresse. Durch das Pressen fließt der Saft in bereitstehende Gefäße. Der frisch gepresste Saft kommt in das sauber geputzte Fass und dieses in den kühlen Keller. Hefe bewirkt die alkoholische Gärung. Das Fass wird mit dem frischen Saft spundvoll aufgefüllt. Das Fassloch oben muss offen bleiben, weil es hier den „Dreck“ hinausdrückt. Nach ein paar Wochen ist die Gärung abgeschlossen.
Das Bauernmuseum ist am Sonntag, 4. Oktober, bei freiem Eintritt von 14 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr) geöffnet. Wenn gewünscht, kann Most probiert werden, solange der Vorrat reicht.