Analphabetismus in Rottweil: Gemeinsam Hilfe bei Lesen und Schreiben

Die Auszubildenden der Firma Birk beschäftigten sich im Mehrgenerationenhaus Rottweil mit Angeboten, um Lesen und Schreiben zu lernen.
Mehrgenerationenhaus Rottweil- Auszubildende der Firma Birk unterstützen ab 2027 den Alfa-Treff im Mehrgenerationenhaus.
- Hintergrund: Bundesförderung läuft Ende 2026 aus, Kooperation sichert Weiterentwicklung.
- In einem Workshop wurden Begriffe, Alpha-Level 1 bis 4 und Abgrenzungen zu Legasthenie geklärt.
- Geplant sind neuer Name, angepasste Zeiten und Flyer – Ergebnisse werden noch veröffentlicht.
- Ziel ist ein offenes Angebot für Erwachsene, um Lesen und Schreiben zu lernen und Teilhabe zu stärken.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Lesen und Schreiben sind für viele Menschen selbstverständlich. Doch für andere stellen sie im Alltag eine große Herausforderung dar. Genau hier setzt der Alfa-Treff des Mehrgenerationenhauses der BruderhausDiakonie an: Als offenes und niedrigschwelliges Angebot bietet er vor allem Erwachsenen die Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen.
In den vergangenen Jahren wurde der Alfa-Treff durch ein Förderprogramm des Bundes unterstützt, welches zum Ende 2026 auslaufen wird. Mit der Firma Birk wurde ein engagierter Kooperationspartner gefunden, welcher gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus in Rottweil die inhaltliche Begleitung und somit auch die Weiterentwicklung des Alfa-Treffs unterstützt.
Neue Ideen für den Treff
Wie diese Zusammenarbeit konkret aussehen kann, stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Workshops, der kürzlich im Mehrgenerationenhaus stattfand. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmenden – bestehend aus den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden rund um den Alfa-Treff sowie den Auszubildenden mit Ausbilderin der Firma Birk – zunächst mit grundlegenden Begriffen und Hintergründen.
Gemeinsam wurde reflektiert, was unter funktionalem Analphabetismus zu verstehen ist, welche Alpha-Level von 1 bis 4 unterschieden werden und wie sich eine Lese-Rechtschreib-Schwäche von einer Legasthenie abgrenzen lässt. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen betroffener Menschen und eine gemeinsame Basis für den neuen Alfa-Treff zu schaffen.
Im nächsten Schritt ging es um die Zukunft des Alfa-Treffs. Wie soll sich das Angebot verändern? Welchen neuen Namen soll es erhalten? Wie häufig und zu welchen Zeiten soll es künftig stattfinden? Wie kann eine gemeinsame inhaltliche Begleitung des Alfa-Treffs durch Auszubildende und ehrenamtliche Mitarbeitende sich gestalten? Und welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?
Es wurde kreativ gearbeitet: Die Teilnehmenden entwarfen neue Flyer mit unterschiedlichen Slogans, Farben und Gestaltungsvarianten. Darüber hinaus wurden Arbeitsmaterialien gesichtet, die bei der Begleitung von Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten zum Einsatz kommen.
Das Mehrgenerationenhaus wird die Ergebnisse des Workshops nachbereiten und die entwickelten Ideen weiter konkretisieren. Der neue Name des Alfa-Treffs sowie die überarbeiteten Flyer werden rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben und verteilt.
Mit der Kooperation zwischen dem Mehrgenerationenhaus der BruderhausDiakonie und den Auszubildenden der Firma Birk entsteht eine neue Perspektive für ein Angebot, das Menschen stärkt und ihnen neue Möglichkeiten eröffnet.
Denn Lesen und Schreiben zu lernen bedeutet weit mehr als den Umgang mit Buchstaben und Wörtern: Es bedeutet, selbstständiger zu werden, Chancen zu entdecken und wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Der Alfa-Treff möchte dafür auch in Zukunft einen offenen, wertschätzenden und ermutigenden Raum bieten.
